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Gebrauch des Himmels- und Erd-Globus.
§. 198—200.
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diesem Tage um 10 Uhr Abends erscheint und so fort für jede andereStunde des Tages oder der Nacht.
Man sieht, wie leicht und sicher man auf diese Weise alle Stern-bilder des Himmels, ohne weitere fremde Anleitung, kennen lernen kann.
H. 198. (Die Circumpolarsterue zu finden.) So nennt man nämlich(nach Einl. §. 26) diejenigen den beiden Polen nahen Sterne, welchefür den Beobachter auf einem gegebenen Orte der Erde nicht unter- odernicht aufgehen.
Um diese Sterne zu finden, wird man die auf die gegebene geo-graphische Breite des Beobachters gestellte Kugel des Globus rings umihre Are drehen und dabei, auf der Nordseite, sofort alle die Sterne er-blicken, die bei jener Drehung der Kugel nicht unter den Horizont desGlobus kommen, so wie auf der Südseite diejenigen, welche nie überdiesen Horizont gelangen. Hält man während dieser Drehung in denbeiden Punkten, wo der Ring den Horizont schneidet, die Spitze einesBleistifts an die Kugel, so beschreibt diese Spitze bei der Drehung derKugel einen Kreis, der die nördlichen sowohl, als auch, auf der anderenSeite, die südlichen Circumpolarfterne sämmtlich umfaßt.
H. 199. (Den Orr der Sonne und der anderen veränderlichen Gestirnefür jede Zeit unter den Fixsternen anzugeben.) Für die Sonne ist dieß sehrleicht, da man, wie gesagt, ihre Nilige für jeden Tag nur in der zweitenColumne der Tafel des H. 53 aufsuchen und dann diesen Ort der Sonneauf der Ekliptik des Globus bemerken kann. So findet man z. B. fürden isten Mai die Länge der Sonne gleich 40°.2, welchen Punkt derEkliptik man auf den Globus in der östlichen Hälfte des Sternbilds desWidders liegen sieht und ihn daher daselbst etwa mit einem StückchenWachs bezeichnen kann. Bringt man dann diesen Punkt, durch Drehungder Kugel, unter den Ring (oder unter den Meridian), so liest man aufdem Aequator die Rectascension der Sonne gleich 37°.8, und auf demRinge selbst die nördliche Declination derselben gleich 14°.9, welche beideGrößen übrigens auch schon, für die Sonne, durch die erwähnte Tafelselbsi gegeben sind.
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wenn
astronomischen
am isten Dec. 1836 im Mittag Wiens die geocentrische (von der Erdege sehene) Rectascension 140° 46' und die nördliche Declination 16° 4' habe.Bringt man daher den Punkt des Aequators, der zu 140° 46' gehört,unter den Ring und bemerkt dann, an der Eintheilnng des Rings, denzu 16° 4' gehörenden Punkt, so sieht man, daß Jupiter an diesem Tagevon der Erde in der nördlichen Vordertatze des großen Löwen gesehenwird. Auf dieselbe Weise wird man den Ort jedes Gestirns am Globusbezeichnen, wenn man seine Rectascension und Declination für eine ge-gebene Zeit kennt.
§. 200. (Aus der Rectascension und Declination eines Gestirns dieLänge und Breite desselben finden.) Zu diesem Zwecke ist es vortheilhaft,einen eigenen Bogen von dünnem Metallblech zu haben, der nach demGlobus gekrümmt und gleich ihm in dieselben Grade eingetheilt ist. InErmanglung desselben kann man auch einen solchen Bogen durch einenschmalen Streifen Papiers ersetzen, der sich, wenn er auf der Kugel aus-gespannt wird, von selbst in einem größten Kreis derselben krümmt.
Wenn nun, wie im vorhergehenden Beispiele, die Rectascension140° 46' und die nördliche Declination 16° 4' vom Jupiter gegeben und,nach §. 199, der Ort desselben auf dem Globus verzeichnet ist, so wird
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