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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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217
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tz. 175. Der Mond d. Erde u. die Satelliten d. Ädrig. Planeten. 217

Der Beobachter in, in der Mitte des vollen Schattens, oder in derAve lUil des Schattenkegels, sieht die Sonne von dem Monde gänzlichbedeckt. Der Beobachter n, in der westlichen Gränze des Halbschattens,sieht, zn derselben Zeit, die Berührung beider Gestirne am östlichenSonnenrande, der in sieht die Berührung derselben in dem westlichenSonnenrand; die Zuschauer zwischen m und n sehen den östlichen Theilder Sonne, bei II, und zwar desto mehr bedeckt, je näher sie selbst beim stehen, und die zwischen m und n' endlich sehen die westliche Seiteder Sonne, bei (l, desto mehr verfinstert, je näher sie selbst bei in stehen.Die außer dem Bogen mmtz liegenden Beobachter aber sehen in diesemAugenblicke voi^ der Finsterniß gar nichts. Man sieht also, daß dieSonnenfinsternisse keineswegs für alle Orte der Erde in demselben Augen-blicke gleich groß erscheinen, wie dieß bei den Mondsfinfternissen aller-dings der Fall war. Die Ursache davon liegt offenbar in der Parallaxedes Monds (H. 64) oder in der Verschiedenheit des Ortes, den er, fürverschiedene Zuschauer auf der Oberfläche der Erde am Himmel einzu-nehmen scheint.

Der Kernschatten ume (Fig. 29), so wie der ihn umgebende vielgrößere Halbschatten umm' breiten sich über der Erde in einem kreis-förmigen Raume aus. Diese Schattenkreise ziehen während der Finster-niß über die Erde hin, und der krumme Weg, den jeder Punkt derselbenauf der Oberfläche der Erde beschreibt, ist zur Zeit der beiden Sonnen-wenden nahe dem Aeguator parallel, während er zur Zeit der Frühlings-uachtgleiehe von Südwest nach Nordost, und bei der Herbstnachtgleichevon Südwest nach Südost geht. Diejenigen Bewohner der Erde, die aufdiesem Schattenwege des Monds liegen, sehen allein die Finsterniß: allenanderen ist sie unsichtbar. Diejenigen, welche an den beiden äußersten,südlichen und nördlichen, Gränzen des Schattenwegs liegen oder die aufdem Wege der beiden Punkte n und zsi liegen, sehen bloß eine Berüh-rung der Ränder der Sonne und des Monds; die in der Mitte zwischenZIM oder mn^ sind, sehen alle die Sonne halb bedeckt, und diejenigenendlich, die auf dem Wege liegen, welchen der kreisförmige Raum desKernschattens in beschreibt, sehen eine totale oder völlige Verfinsterungder Sonne.

Wenn der Mond I! zur Zeit seines Neulichts so weit von der Erdeentfernt ist, daß die Spitzel des Kernschattens nur eben die Erdeberührt, so geht jener Kreis in einen einzigen Punkt über, und diejenigenBewohner der Erde, die auf dem Wege dieses Punkts I» liegen, sehenzwar noch eine totale Finsterniß, aber ohne Dauer, d. h. die völligeVerdunklung der Sonne dauert nur einen Augenblick. Ist aber derMond noch weiter von der Erde entfernt, so trifft die Spitze I» desKernschattens die Erde gar nicht mehr, und dann ist die Finsternis;nirgends auf der Erde total, aber dafür werden diejenigen Zuschauer,die auf dem Wege der verlängerten Schattenaxe lim liegen, eine ring-förmige Sonnenfinsterniß sehen, wo die Sonne von dem Monde, derhier kleiner erscheint, als jene, zwar central bedeckt wird, aber doch nngsum den Mond noch ein Theil der Sonne in der Gestalt eines sichten Rin-ges frei bleibt. Die Breite dieses Ringes kann bis I /? Minute gehen.

Der Mond bewegt sich bekanntlich in seiner Bahn von Lieft nachOst oder von nach I! (Fig. 30), und eben so dreht sich auch die ErdeD in ihrer täglichen Bewegung in der Richtung ^mli um ihre Axe.Wenn daher der Mond auf seinem Wege m den Punkt ^ kommt, soberührt der östliche Rand seines Salbschattens die Erde auf der Westseitein K. Die Bewohner der Umgegend von x sehen asio, unter allen Zn-