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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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212
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212 Der Mond der Erde u. die Satelliten d. übrig. Planeten. §. 174.

Außer den erwähnten drei Ungleichheiten gibt es aber noch einearoße Anzahl kleinerer, welchen die Bewegung des Mondes unterworfen,ft und die alle ibren Grund in den Störungen haben, welche die Sonneauf den um die Erde sich bewegenden Mond ausübt. Ihre Entdeckungund die Bestimmung ihrer wahren Große ist das Resultat der Vervoll-kommnung, zu welcher die mathematische Analyse, und die Veobachtungs-kunst in den neueren Zeiten gebracht worden ist.

h. 174. (Mondesfinsterniss,.) Da die Erde eine an sich dunkle Kugelist, welche ihr Licht nur von der Sonne erhält, so wird sie, wenn sievon der ^onne beschienen wird, einen Schatten hinter sich werfen. Die-ser Schatten bat die Gestalt eines Kegels, dessen Basis den Umfang derErde und dessen Länge nahe 3'/?mal größer als die Entfernung desMondes von der Erde ist, also 216 Erdhalbmesser oder 186000 Meilenbeträgt. Die ganze Breite dieses Kegels in dem Orte, wo er von derMvndesbahn geschnitten wird, beträgt nahe 2-/- Durchmesser des Mon-des oder 1240 deutsche Meilen.

Wenn also die Bahn des Mondes mit der Ekliptik zusammenfiele,so müßte der Mond jedesmal zur Zeit seines vollen Lichtes, wo erder Sonne gerade gegenüber steht (H. 163), in den Schattenkegel derErde treten, und uns daher jeden Monat das Schauspiel einer Mondes-finfterniß geben. Da aber jene beiden Ebenen, nach Z. 167, den Win-kel von 5° mit einander bilden, so geht der Mond meistens über oderunter diesem Schattenkegel weg, ohne ihn zu berühren. Er kann dahernur dann verfinstert werden, wenn er zur Zeit des Vollmondes zugleichnahe bei seinem Knoten ist, und dieß «st im Mittel 29mal in 18 Jah-ren der Fall. Wenn sich die ganze Scheibe des Mondes in den Schat-ten der Erde senkt, so heißt die Finsterniß total, und im Gegentheilepartial, wenn nur ein Theil derselben verfinstert wird. Man gibt dieGröße der Verfinsterung gewöhnlich.in Zollen an, deren zwölf auf denDurchmesser des Mondes gehen. Die größten Mondesfinsterniye könnenbis 22 Zolle betragen. Die längste Dauer einer partialen Finsternißkann nicht über 2 St. 18 M., und die einer totalen nicht über 4 St.38 M. währen. Die nächsten bei uns sichtbaren Mondsfinsternisse, diewir erwarten, werden Statt haben:

1836 am 1. Mai und 24. October.

1837 20. April und 13. October.

1838 10. April und 3. October.

1840 17. Februar und 13. August.

1841 6. Februar und 2. August.

1842 26. Januar und 22. Julius.

Sey 8 (Fig. 27) der Mittelpunkt der Sonne, der Erde unddes Mondes in seiner Bahn mn. Zieht man die Tangente IIük undOlZK an denselben Seiten der Sonne und Erde, so stellt Mi den vol-len oder den Kernschatten der Erde vor. Zieht man aber die Tan-gente UZN und Oltzm an entgegengesetzten Seiten der Sonne undErde, so begränzen diese Tangenten den Halbschatten ^bmir der Erde.Wenn der Mond auf seinem Wege um die Erde in dem'Punkte in an-kömmt und von da weiter gegen u fortschreitet, so verliert er immermehr von dem Anblick der Sonne und zwar auf der östlichen Seite Kderselben, bis er , wenn er bei u gänzlich in den vollen Schatten eintritt,die Sonne gar nicht mehr sieht oder völlig verfinstert wird. Diese Ver-finsterung dauert so lange, bis er bei « wieder aus der Ostseite des vol-len Schattens tritt. Indem er dann von 0 gegen u fortgeht, sieht er