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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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207
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§. lös ?6«. Der Mond der Erde u. die Satelliten d. übrig. Planeten. 207

der Sonne zugenwttdeten Antipoden eben Mittag haben. Im Vollmondeaber, wenn der Mond m (' ist, wendet die Erde ihre dunkle Seite demMonde zn, und dle Bewohner deö Mondes, die der Erde zunächst stehenuni. eben Mitrag haben, >eheu die Erde nicht, weil sie für sie nichtbeleuchtet m, www die 'Antipoden derselben sie auch nicht sehen, weilsie hinter dem Monde steht, und daher, für sie, durch den Mond selbstverdeckt wird. Die Mondesbewohner sehen also die Erde im Volllichte,wenn wir Neumond haben, und im Neulichte, wenn wir Vollmondhaben, und eben so sehen sie die Erde im ersten oder letzten Viertel,wenn wir den Mond im letzten oder ersten Viertel sehen. Ist nämlichder Mond zur Zeit seines ersten Viertels in I!, so sehen seine Bewoh-ner von der Erde eben so die linke oder östliche Hälfte beleuchtet, wiewir den Mond zur Zeit des letzten Viertels sehen, und umgekehrt.

§. 163. (Aschgraues Licht des Mondes.) Kurz vor und nach demNeumonde, wo der Mond, wie oben gesagt, nur als eine feine Sichelerscheint, sieht man mit guten Augen, und noch besser durch Fernrohre,auch den übrigen, dunkeln Theil des Mondes in einem schwachen Lichteschimmern, das immer schwächer wird, je näher der Mond an seineQuadraturen kommt. Man nennt dieses Licht das aschgraue Licht (1u-nueie oenlliöe) des Mondes. Man hat die Ursache desselben lange ge-sucht, bis sie endlich Möftlin, der Lehrer Kepler's, entdeckte. ZurZeit des Neumonds nämlich, wenn die uns zugekehrte Seite des Mon-des in V ganz im Schatten seiner Nacht liegt, und daher für uns un-sichtbar seyn sollte, zu dieser Zeit ist zugleich die von der Sonne beleuch-tete Hälfte der Erde, nach tz. 146, völlig gegen jene dunkle Seite desMondes gekehrt, und da, wie bereits erwähnt, die Erde den Mond anOberfläche nahe dreizehnmal übertrifft, so wirft diese große und durchausbeleuchtete Scheibe der Erde eine so bedeutende Masse Lichts auf diedunkle Seite des Mondes, daß uns die letzte dadurch wieder sichtbarseyn muß. Dieses den Mond beleuchtende Erdenlicht erhalten wir dem-nach von ihm, wie man zu sagen pflegt, aus der dritten Hand, da es,ursprünglich aus der Sonne kommend, die Erde trifft, von dieser auf denMond reflectirt und endlich von dem Monde wieder auf die Erde zurück-geworfen wird, und uns so die dunkle Seite des Mondes sichtbar macht.

§. 166. (Tägliche Bewegung oder Rotation des Mondes.) Die oben(§. 162) angegebenen Revolutionen des Mondes um die Erde, welchewir auch Mondesmvnate heißen, könnte man, analog mit der Bewegungder Erde, auch die jährliche Bewegung des Mondes nennen. Außer ihrbemerkt man aber auch an dem Monde eine Rotation um seine eigeneAre, die man dann, wie dort bei der Erde, die tägliche Bewegung desMondes heißen könnte.

Bei der Erde ist die jährliche Bewegung von der täglichen sehr ver-schieden, da jene nahe 363mal länger dauert, als diese. Nicht so istes bei dem Monde, wo beide Bewegungen, die jährliche um die Erde,und die tägliche um sich selbst, vollkommen gleich sind.

Wenn man nämlich die, bekanntlich mit mehreren Flecken bedeckte,Oberfläche des Mondes etwas genauer betrachtet, so findet man, daßsie immer dieselbe Stelle der Mondesscheibe einnehmen, und daßz. B. diejenigen Flecken, welche man in dem Mittelpunkte dieser Scheibe,oder an dem östlichen Rande desselben sieht, diesen Mittelpunkt oderdiesen Rand nie verlassen, mit anderen Worten, daß uns der Mondimmer dieselbe Seite zuwendet. In der That Hat auch noch keinMenschenauge die andere Seite des Mondes gesehen, die von der Erdeabgewendet ist, und ewig von ihr abgewendet bleiben wird, gleichsam