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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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133
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gung an, die immer geschwinder wird, und mit welcher er sich der Sonnenoch weiter nähert, bis er sie endlich erreicht, und da er jetzt in ihrenStrahlen schwimmt, für uns ganz unsichtbar wird. Während dieserganzen Periode hat leine scheinbare Größe immer zugenommen, abervon seiner Scheibe ist nach und nach immer ein kleinerer Theil auf derwestlichen oder der Sonne zugekehrten Seite beleuchtet, wie wir dieß beidem abnehmenden Monde bemerken, bis endlich diese lichte Scheibe amEnde dieser Periode, wie der Mond im Neulichte, gänzlich verschwindet.Wenn er so zum zweitenmale in die Nähe der Sonne gekommen ist, soist seine retrograde Bewegung am schnellsten. Bald darauf entfernt ersich mit einer immer schwächer werdenden Geschwindigkeit auf der West-seite von der Sonne, bis er, in der westlichen Entfernung von 18°, wie-der eine Zeit durch still steht. Wenn er dann mit einer allmähligschneller werdenden directen Bewegung sich bis 2Z° von der Sonneentfernt hat, fängt er an, sich ihr zu nähern, und kömmt endlich, wennseine directe Bewegung am größten ist, wieder bei ihr, das heißt, wiederin dem Punkte an, von welchem er im Anfange der ersten Periode aus-gegangen ist, um fortan dieselben Erscheinungen in der aufgezahltenOrdnung zu wiederholen. Während dieser zweiten Periode hat seinescheinbare Größe immer abgenommen, aber seine östliche, d. h. seine derSonne zugewendete, Seite wurde, wie der zunehmende Mond, immermehr und mehr beleuchtet, während die westliche Seite dunkel blieb, bissie endlich am Ende der zweiten Periode, wie der Mond im Volllichte,gänzlich beleuchtet ist. Die Dauer jeder dieser zwei Perioden ist nahe58 Tage, also die Zeit, welche den ganzen Wechsel dieser Erscheinungenumfaßt, 116 Tage; die Zeit aber, während welcher Merkur eine retrogradeBewegung hat, beträgt 17^ Tage und der Bogen, den er währenddieser rückläufigen Bewegung beschreibt, ist nahe 12'/-. Grad. Ganzähnliche Erscheinungen bietet auch der zweite untere Planet, die Venus,dar, nur sind die so eben für Merkur angeführten Zahlen bei diesemPlaneten durchaus etwas größer. Seine größte Ausweichung von derSonne beträgt 46'/- Grade, während die Ausweichung zur Zeit ihresöstlichen und westlichen Stillstandes 28 Grade hat. Die Zeit einer jedenihrer zwei Perioden beträgt 291, also die des ganzen Wechsels der Er-scheinungen 582 Tage, und die Zeit ihres Rückgangs 41 Tage, so wieauch der Bogen ihres Rückgangs nahe 16 Grade umfaßt. Beide Pla-neten endlich stehen während der Zeit ihrer ersten Periode östlich von derSonne, gehen also, als Abendsterne, nach der Sonne unter, währendsie in der zweiten Periode der Sonne westlich stehen, öder als Mor-gensterne vor ihr auf- und untergehen.

H. 95. (Bewegungen der oberen Planeten.) Anders sind diese Er-scheinungen bei den sogenannten oberen Planeten. Mars z. B. hat,so wie jene, seine größte östliche Bewegung, und zugleich seinen kleinstenDurchmesser zu der Zeit, wo er uns ganz nahe bei der Sonne ericheint.Aber diese Geschwindigkeit nimmt mit der östlichen Entfernung von derSonne immer ab, und verschwindet endlich in der Entfernung von 137Graden, wo er unter den Fixsternen eine kurze Zeit still zu stehen scheint,und bald darauf mit einer immer schneller werbenden retrograden Ge-schwindigkeit, sich noch weiter von der Sonne entfernt. Wenn er derSonne gerade gegenüber kömmt, oder um Mitternacht durch den Me-ridian geht,, ist seine retrograde Bewegung, so wie auch sein scheinbarerDurchmesser, am größten. Von diesem Punkte nimmt seine Geschwin-digkeit allmählig ab, bis sie, in der Entfernung von 137 auf der West-seite der Sonne wieber verschwindet, und der Planet daher wieder