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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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Das erste wird man nicht annehmen können, wenn man die Gründe,die in dem vorhergehenden Kapitel für die jährliche Bewegung der Erdeanfaeftellt sind, auch nur mit einiger Aufmerksamkeit erwägt.

Wenn jetzt in der llten Figur E den Mittelpunkt der Sonne und.ualeich den Mittelpunkt des Kreises X VN bezeichnet, welchen die Erdejährlich um die Sonne zurücklegt, so wird ein Fixstern N, wenn er inder That so weit von der Erde, oder, was hier dasselbe ist, von derSonne entfernt ist, daß der Halbmesser E.V der Erdbahn gegen jeneEntfernung nur als ein Punkt betrachtet werden muß, an demselbenOrte des Himmels erscheinen, er mag von dem Mittelpunkte E der Sonneoder von dem V der Erde beobachtet werden, oder mit anderen Wortender Winkel ^XI>O unter welchem einem Auge in dem Mittelpunkte desSterns der Halbmesser äV der Erdbahn erscheint, wird kleiner alseine Secunde, also für unsere Sinne, der obigen Annahme gemäß,unmerklich seyn. Man kann diesen Winkel, analog mit der vorigenBezeichnung, die jährlche Parallaxe des Gestirns heißen, währenddie bisher betrachtete, oder der scheinbare Winkel des Halbmessers derErdbahn, zum Unterschiede von jenen, die tägliche Parallaxe desGestirns genannt wird. Wir haben oben (§. 67) die tägliche Parallaxedes entferntesten unserer Planeten, des Uranus, gleich 0.47 Secundengefunden, und diese ist allerdings so klein, daß sie auch mit unserenbesten Instrumenten nicht mehr bemerkt werden kann. Die jährlicheParallaxe dieses Planeten aber ist der Winkel I. des in ^X rechtwinkligenDreiecks, dessen Seite E^x, dem .Halbmesser der Erdbahn und dessenHypotenuse gleich der Entfernung des Planeten von der Sonne odernahe 19mal größer als ist. Daraus folgt, daß dieser Winkel, oderdaß die jährliche Parallaxe des Uranus mehr als drei volle Gradebeträgt, wie er denn auch durch alle Beobachtungen genau von dieserGröße gefunden wird. Noch viel größer ist er für die übrigen Planeten,die der Sonne alle näher stehen. Für Mars z. B., dessen Entfernung

von der Sonne nahe ein und ein halbmal so groß als ist,beträgt die jährliche Parallaxe 41° 49', ebenfalls den Beobachtungenvollkommen gemäß. Durch diese jährlichen Parallaxen der Planetenist daher die jährliche Bewegung der Erde um die Sonne bereits hin-länglich, als durch Thatsachen, die sich nicht weiter bezweifeln lassen,erwiesen, und wenn sich die jährliche Parallaxe der Fixsterne unserenBeobachtungen entzieht, so kann der Grund davon nicht mehr in derNichtexistenz der Bewegung der Erde, sondern er muß allein in der zugroßen Entfernung der Fixsterne von uns gesucht werden.

H. 79. (Negative Bestimmung der Entfernung der Fixsterne.) Da dieserDurchmesser der Erdbahn die größte Linie ist, die wir unseren Messungender Entfernung der Fixsterne als Basis noch zu Grunde legen könnenund da sie, wie wir so eben gesehen haben, noch immer viel zu klein ist,um uns über diese Entfernung irgend eine positive Kenntniß zu ver-schaffen, so werden wir uns wohl begnügen müssen, wenigstens die Gränzeanzugeben, inner welcher, aller Wahrscheinlichkeit zu Folge, noch keinFixstern gefunden werden kann. Wenn die jährliche Parallaxe desSterns, das heißt also, wenn der Halbmesser der Erdbahn aus demStern gesehen, nock eine ganze Secunde betrüge, so würden wir, nachso vielen zu diesem Zwecke angestellten Beobachtungen, den oder dieSterne schon längst gefunden haben, welchen diese Parallaxe zukömmt.Nach dem Vorhergehenden aber ist die Entfernung eines Gestirns, dessenjährliche Parallaxe gegeben ist, gleich dem Halbmesser der Erdbahndlvldirt durch den Sinus dieser Parallaxe. Nehmen wir daher den