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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
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tz. 54. Jährliche Bewegung der Erde.

in der Ebene der Ekliptik jährlich ihren Kreislauf um die im Mittel-punkte dieses Kreises ruhende Erde vollende, werden sich genau eben sounserem Auge unter der ganz entgegengesetzten Voraussetzung darstellen,dasi die Erde in demselben Kreise, den wir zuvor der Sonne angewiesenImben, sich jährlich um die in dem Mittelpunkte dieses Kreises ruhendeSonne bewege. Auch hier, wie dort bei der täglichen Newequng desHimmels, kann in der äußern Erscheinung selbst nichts gefunden werden,was uns für die Annahme der einen oder der andern dieser beiden Hy-pothesen vorzugsweise bestimmen könnte, und es muß daher wieder än-deren, inneren Gründen überlassen bleiben, zu entscheiden, welche vonden beiden Voraussetzungen die wahre ist.

Die Firsterne, mit welchen wir oben die Bewegung der Sonne ver-glichen haben, um daraus die Bahn der letztern abzuleiten, dienen uns,als die einzigen streu Punkte des Himmels, die wir kennen, gleichsamnur als Gränzsteine, mir welchen wir die Sonne, den Mond und an-dere uns nähere und daher auch näher angehende Himmelskörper zu ver-gleichen, und durch welche wir, als durch bekannte und unveränderlichePunkte, die Orte dieser Himmelskörper zu bestimmen pflegen. Wir den-ken uns in die Mitte dieser großen Rotunde versetzt, auf deren Gewölbedie Sterne befestigt sind, und sehen in einiger Entfernung von uns ei-nen Körper, die Sonne, der den links oder östlich von ihm stehendenSternen immer näher rückt und einen nach dem andern auf seinem Wegemit dem Lichte bedeckt, das er nach allen Seiten ausstrahlt. Allein ganzdasselbe werden wir auch zu sehen glauben, wenn dieser leuchtende Kör-per selbst im Mittelpunkte jener Rotunde ruhte und dagegen unsere Erdedafür in derselben östlichen Richtung um ihn liefe. Der Punkt der Ro-tunde, den uns die Sonne verdeckt, wird eben so, wie dort, nach derlinken Seite laufen, die Sonne wird auch hier den von ihr östlich liegen-den Fixsternen immer näher rücken und die ganze Erscheinung wird die-selbe seyn. Wenn man in der Mitte eines großen runden Saales einLicht auf den Tisch stellt und nahe um diesen Tisch herum geht, so wirdman das Licht ganz auf dieselbe Art an der Wand herum rücken sehen,als wenn man selbst in der Mitte des Saales still steht und das Lichtin derselben Nähe und in derselben Richtung um sich herum tragen läßt.

Denken wir uns die Erde 8 (Fig. 8) im Mittelpunkte des gestirn-ten Himmels und lassen wir um sie die Sonne sich jährlich in dein Kreiseu st <! .1 in der Richtung von a nach st bewegen. Die Sonue st'y

in dem Punkte a im Anfange des Frühlings am 2!. März

st >> >. Sommers 2l. Junius

>> Herbstes 22. September

.i >> >> Winters 21. December,

so wird also die Sonne, von der Erde 8 aus gesehen, im Anfange die-ser vier Jahreszeiten

im Frühling in der Linie 8a oder im Widder v

Sommer » >> 8st >> Krebs 2

Herbst >> » 8<! Wage -L-

Winter >> >> 8.1 >> Steinbock Z

erscheinen, und so im Laufe des Jahres alle Sternbilder der Ekliptik,in der oben (H. 53) angeführten Ordnung, oder von West gen Ost, zu-rückzulegen scheinen.

Nehmen wir im Gegentheile an, daß 8 die Sonne bezeichne, dieim Mittelpunkte des Kreises «stock ruht, den die Erde jährlich um siein derselben Richtung beschreibt, so daß die Erde im Anfange der vier

Littrow. k»