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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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63
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§. 43. Jährliche Bewegung der Sonne. HZ

diese Lage erhalten, wenn man eine Ebene, z. B. eine Tafel, durch jenebeiden Punkte, den Ost- und West-Punkt des Horizonts, legt, und danndiese Tafel um die durch jene zwei Punkte gehende Linie, als um eineAve, so laiiHe dreht, bis das in dieser Tafel stehende Auge des Beob-achters die Sonne in der Ebene der Tafel erblickt, um dadurch sogleichdie Hälfte desjenigen Kreijes zu bestimmen, die der Aequator an demuns eben sichtbaren Theil des Himmels beschreibt, woraus sich dann dieandere Hälfte von selbst ergibt.

Ganz auf dieselbe Weise wird man nun auch mit der Ekliptik ver-fahren, nur wird man dazu nicht die Tage der Nachtgleichen, sonderndie der Svlstitien, d. h. den längsten oder auch den kürzesten Tag desJahres, wählen. Wir haben bereits gesehen, daß die Sonne an denzwei Tagen der Nachtgleichen in der Ebene des Aequators ist, wo siedem Horizont in zwei einander gegenüberstehenden Punkten, in Ost undWest, begegnet. Die beiden Punkte des Aequators, welche sie an diesenzwei Tagen einnimmt, müssen also auch zwei Punkte der Sonnenbahnseyn, und da diese zwei Punkte einander genau entgegengesetzt sind, sowird diese Sonnenbahn den Aequator in zwei gleiche Theile theilen, unddemnach (Einl. 6) selbst ein größter Kreis des Himmels seyn. Mannennt daher auch diese beiden der Ekliptik und dem Aequator gemein-schaftlichen Punkte die Aequinoctial- oder Nachtgleicken-Pnnkte, undzwar den einen, wo die Sonne im Anfange des Frühlings, am 2l.März, ist, den Frühlingspnnkt, und den andern, welchen sie imAnfange des Herbstes, am 22. September, einnimmt, den Herbst-punkt. Zur Zeit der Svlstitien aber, ein Vierteljahr vor und nachder Zeit der Nachtgleichen, ist die Sonne in der Mitte zwischen demFrühlings- und Herbst-Punkte, oder von jedem derselben um 90 Gradeentfernt. Man darf daher nur am Mittage eines dieser beiden Tage,deren einer der längste, und der andere der kürzeste Tag des Jahres ist,die Sonne im Meridian beobachten, um sofort drei Punkte zu überse-hen, die alle in der Ebene der Ekliptik liegen, nämlich den Mittelpunktder Sonne in Süden, und die beiden bereits bekannten Ost- und West-Punkte des Horizonts, die an dem Mittag dieser beiden Tage mit denbeiden Nachtgleichenpunkten zusammenfallen, wo dann wieder eine durchdiese drei Punkte gelegte Ebene, wenn man sie bis an den Himmel ver-längert, an demselben den gesuchten größten Kreis der Sonnenbahn oderdie Ekliptik anzeigen wird. Man nennt diese beiden Punkte der Eklip-tik, die von dem Aequator am weitesten abstehen, die Solstitial-oder Wende-Punkte, und zwar den höchsten, den die Sonne gegenden 21. Junius einnimmt, die Sommerwende, und den tiefsten, wosie am 22. Dezember ist, die Winterwende.

H. 43. ((Huadrant als Instrument zum H'vhenmessen.) Allein da manauf diese Weise, wie gesagt, weder die Ekliptik, noch auch selbst denAequator am Himmel mit großer Genauigkeit angeben kann, so wirdman, da diese beiden Kreise für die gesammte Astronomie von der äußer-sten Wichtigkeit sind, noch auf andere Mittel bedacht seyn müssen, die Lagederselben mit der größten Schärfe festzusetzen, und hier ist es, wo wirzuerst gezwungen sind, zu eigentlichen astronomischen Beobachtungen, mitHilfe eines Instrumentes, unsere Zuflucht zu nehmen.

Es ist leicht, sich ein solches Instrument vorzustellen, mit welchemman die Höhe der Gestirne, und überhaupt die Höhe aller Gegenständemessen kann. Sey z. B. (Fig. 7) eine ebene Tafel in der Gestaltdes vierten Theiles eines Kreises ausgeschnitten, so daß der Punkt tder Mittelpunkt dieses Kreises, und der Winkel 0. E. 90 gleich einem