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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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61
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§. .1041.

Jährliche Bewegung der Sonne.

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ganz andern Richtungen, ihren Ort unter den Sternen des Himmelsändern.

Wir sind al>o, unseren Beobachtungen und den daraus gezogenenSchlüssen gemäß, gleichsam gezwungen, anzunehmen, daß die Sonne eineeigene Bewegung von West gegen Ost habe, und daß sie diesen ihren"">g um die Erde in einem Jahre vollende, oder daß sie auf diesem ih-

Welches ist aber die Lage dieser Bahn der Sonne am Himmel? Ist siemit dem Aequator parallel, oder bildet sie mit dem Aequator irgend ei-nen Winkel, und welchen?

H. 4t). (Die Sonnenbahn ist gegen den Aeguator geneigt.) Wenn dieseBahn der Aeguator selbst oder doch ihm parallel wäre, so müßte dieSonne für jeden bestimmten Ort der Erde, z. B. für Wien, durch dasganze Jahr offenbar immer an demselben Punkte des Horizonts, etwaimmer bei derselben Bergspitze, auf- und untergehen, wie nur dieß beiden Fixsternen in ihrer täglichen Bewegung bemerken. Beschriebe siez. B. den Parallelkreis des Aldebarans am Himmel, so müßte sie auchalle Tage des Jahrs in demjenigen Orte des Horizonts auf- und unter-gehen, in welchem wir diesen Fixstern, und eben so alle andern Punkteseines Parallelkreises, auf- und untergehen sehen. Auch müßte dannihre Sichtbarkeit über unserem Horizont, d. h. die Länge des Tages,während des ganzen Jahres immer gleich groß, nämlich dieselbe mit derSichtbarkeit des Aldebarans selbst seyn. Allein dieß widerspricht allenunsern Erfahrungen. Die Längen unserer Tage sind, wie wir Alle wis-sen, sehr ungleich, da sie z. V. für Wien im Winter, wenn sie am kür-zesten sind, nur 8 St. 10 M. , und im Sommer, wenn sie am längstensind, 16 St. 6 M. dauern. Auch geht, wie nicht weniger allgemein be-kannt ist, die Sonne im Sommer sehr viel näher bei worden auf undunter, als im Winter, wie sie denn auch in jener Jahreszeit im Mit-tag viel höher steht, als in dieser. Die beiden äußersten Punkte desHorizonts, bei welchen die Sonne im Sommer und im Winter auf- unduntergeht, bilden in unsern Gegenden den sehr beträchtlichen Winkel von73 Graden, und dieser Winkel ist für nördlicher liegende Länder nochviel größer. Eine nur geringe Aufmerksamkeit auf diese so auffallen-den Unterschiede mußte daher auf die Idee leiten, daß die Sonne in ih-rer eigenen Bewegung von West gegen Ost auch zugleich von einem Pa-rallelkreise zum andern übergeht, daß sie jeden Tag den Parallelkreisdesjenigen Sterns beschreibt, in dessen Nähe sie sich an diesem Tage ebenaufhält, und daß also auch die Bahn, welche sie während des ganzenJahres zurücklegt, gegen alle jene Parallelkreife unter einem gewissenWinkel geneigt ist, so daß alle diese Parallelkreise von der Sonnenbahnunter demselben bestimmten Winkel geschnitten werden.

41. (Vorläufige Bestimmung der Sonnenbahn.) Allein, wie großist dieser Winkel, oder mit andern Worten: welches ist die wahre Lageder Sonnenbahn am Himmel, und welches sind die Sterne, durch welchesie geht?

Wenn wir auch die Sterne, in deren Nähe die Sonne sich aufhält,wegen des zu starken Lichtes der letztern nicht sehen können, wie dieß,nach dem oben Gesagten, bei dem Monde geschieht, so können wir da-für (und dieß wird uns zu demselben Ziele führen) diejenigen Sternedes Himmels desto besser sehen, die der Sonne gerade gegenüberstehen.Denn so wie wir die Zeit des Tages Mittag (Einl. H. 26) nennen,

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