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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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5,

§. 27.

Tä

Wiche Bewegung der Erde.

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mit der Erde zugleich, und mit derselben Geschwindigkeit, und nach der-selben Richtung bewegt.

Aber, konnte man weiter einwenden, wenn wir nun sammt unsererkugelförmigen Erde uns täglich einmal um ihre Are drehen, ohne es zumerken, so müssen wir ja, wenn wir jetzt aufrecht stehen, zwölf Stun-den später, alle den Kopf abwärts tragen, oder den Kopf unten, unddie Füße oben haben, und auch dies; sollen wir nicht bemerken ? —

Durch unsere Seereisen, durch unsere sogenannten Reisen um dieWelt, ist es doch wohl eine ausgemachte Sache, das; wir Gegenfüßleroder Antipoden haben, d. h. das; es gegenüber von der Gegend der gro-ßen Kugel, die wir bewohnen, auch noch Menschen und Thiere gibt, dieebenfalls, wie wir, auf ihren Füßen, und nicht auf ihren Köpfen ge-hen, obschon diese ihre Füße gegen die unseren, also in der Sprache je-nes Einwnrfs zu reden, aufwärts gerichtet haben. Da aber die Existenzder Antipoden durch unsere Reisen um die Welt über alle Zweifel erho-ben ist, so ist auch die Möglichkeit eines solchen sogenannten aufrech-ten Standes derselben schon unmittelbar durch die Wirklichkeit diesesStandes erwiesen. Die Bewohner der Insel Sumatra in Ostindien sinddenen der Stadt Quito in Süd-Amerika gerade entgegengesetzt, so daßeine gerade Linie, durch sie gezogen, durch den Mittelpunkt der Erdegeht, und daß sie sich, wenn die Erde immer kleiner würde, endlich mitihren Fußsohlen berühren würden. Die Sterne, die der eine geradeüber sich, in seinem Scheitelpunkte sieht, werden für den andern unsicht-bar seyn, weil sie in seinem Fnßpunkte stehen, und von der Erde ver-deckt sind. Aber nach zwölf Stunden wird umgekehrt jener dieselbenSterne in seinem Fnßpunkte haben, und dieser sie über seinem Scheitelsehen. Beide stehen also in der That in einander ganz entgegengesetztenLagen, und beide gehen doch, den Kopf aufwärts, mit ihren Füßen aufder Erde, wie alle jene Seefahrer erzählten, und wie sie es auch an sichselbst erfahren haben, wenn sie die Gegenden betreten, die denjenigen,von welchen sie mit ihren Schiffen ausgefahren sind, gerade entgegenliegen. Wer dieß läugnen wollte, müßte auch zugleich läugnen wollen,daß je ein Schiff diese Reise um die Welt gemacht habe.

In der That stehen auch unsere Antipoden mit ihren Füßen gegenuns, aber sie stehen dessenungeachtet aufwärts so wie wir. Denn wasnennen wir aufrecht stehen? Doch wohl: mit den Füßen gegen dieErde, und mit dem Kopfe gegen den Himmel gerichtet seyn ? — Runwohl, ganz ebenso stehen ja unsere Antipoden auch, so wie wir selbst.Für uns ist oben was weiter von der Erde, und unten was näher beider Erde ist, und ganz eben so werden diese Worte auch von unserenAntipoden verstanden, denn auch sie glauben ohne Zweifel, das; sie denKopf über den Füßen tragen, weil er auch bei ihnen weiter als diesevon der Erde weggekehrt, weil er auch bei ihnen, wie bei uns, gegenden Himmel gewendet ist. Der Regen fällt für sie ganz ebenso von dnach H (Fig. 4) nämlich vom Himmel zur Erde herab, wie er bei unsvon u nach U zur Erde herab fällt, und beide Richtungen dl) undwenn sie gleich an sich entgegengesetzt sind, sind es doch nicht mehr mRücksicht auf die Bewohner der Erde, die alles auf den Mittelpunkt Ederselben beziehen, da für sie der Regen, so wie auch jeder andere Kor-per, immer in derselben Richtung, nämlich immer gegen den Mittel-punkt der Erde fällt. — Und wohin sollte er denn auch von nach «I,von der Erde wegfallen? Er fällt von n nach I!, weil ihn die Erdenach ihrem Mittelpunkte 0 anzieht. Von I) nach d hin aber zieht ihnnichts an, umgekehrt vielmehr: von d nach D hin wird er angezogen,

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