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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
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ägliche Bewegnng der Erde.

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der Richtung mm/in", so dreht sich mit ihr auch der Beobachter sowohl,als sein Horizont, da der letzte immer durch den Fnßpunkt des Beob-achters geht und in diesem Fußpnnkte die Oberfläche der Erde berührt.Denkt man sich diesen Horizont brs an die Oberfläche des Himmels er-

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die Erde, und mit ihr der Beobachter, von m nach 11L gedreht, und derHorizont des Beobachters wird jetzt die Lage RK annehmen. Der Hori-zont wird sich also in der Zwischenzeit auf der Ostseite von ^ nach IZentfernt, und die Sterne bei <a, die uns vorhin eben aufzugehen schienen,werden nun schon hoch über dem östlichen Horizonte nckk stehen, wäh-rend die Sterne bei n, die vorhin nntergiengen, jetzt schon tief unter demneuen westlichen Horizont mV stehen und unsichtbar sind, indeß dieSterne bei !>, die vorhin noch beträchtlich hoch standen, eben untergehen.Bald darauf kömmt der Beobachter mit seiner beweglichen Erde nach m"und sein Horizont nach (V, wo ihm dann die Sterne bei b) auf undjene bei e untergehen n. s. f. So wie also dort der Himmel sich umden festen Horizont von Ost nach West bewegte, so bewegt sich hier derveränderliche Horizont von West nach Ost um den festen Himmel, undso wie dort die sichtbaren Sterne von dem festen östlichen Horizonte sichentfernen oder höher steigen und dem westlichen sich nähern, so entferntsich hier der bewegliche östliche Horizont von seinen Sternen, die daherauch zu steigen scheinen, während sich der westliche Horizont den aufder Westseite liegenden Sternen nähert, und sie dadurch ihrem Unter-gange immer näher bringt.

Beide Hypothesen stellen also die Erscheinung, die dadurch erklärtwerden soll, gleich gut und vollständig dar, und so lange es bloß umdiese Darstellung der äußeren Erscheinung zu thun ist, so hängt auchdie Wahl zwischen beiden bloß von unserer Willkühr ab, da keine der-selben einen Vorzug vor der andern hat, und nichts in ihnen selbst liegt,was uns zu der Annahme der einen oder der andern vorzugsweise be-stimmen könnte.

H. 16. (Innere Wahrscheinlichkeit der Rotation der Erde. l. Ans derGeschwindigkeit.) Allein verhält es sich ebenso mit den inneren Wahr-scheinlichkeiten dieser beiden Voraussetzungen ? Dort bewegt sich derHimmel, während wir in gemächlicher Ruhe stille sitzend zugehen: hieraber lassen wir den Himmel ruhen, während wir mit unserer Kugel unsum uns selbst drehen, und zwar mit einer in der That sehr großen Ge-schwindigkeit, die unter dem Aeguator volle 225 Meilen in einer Stundebeträgt. Wer von uns hat aber von dieser Geschwindigkeit, mit welcherwir alle täglich um den Mittelpunkt der Erde fahren sollen, auch nurdas Geringste bemerkt? Wer wird also auch für diese zweite Hypothesestimmen und dafür nicht gleich auf den ersten Blick die andere für dieunendlich wahrscheinlichere, für die allein wahre erklären.

Auf den ersten Blick allerdings. Allein die Sache ist dochwohl auch eines zweiten Blickes und überhaupt einer näheren Betrach-tung werth.

Was zuerst diese Geschwindigkeit der Erde betrifft, so werden wirbald mit noch viel größeren Geschwindigkeiten in der Natur bekanntwerden, gegen welche diese, so groß sie auch manchem erscheinen mag,

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