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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
26
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Gestalt der Erde.

trefflichsten Männer aller Zeiten und Nationen vereinigt werden, umin den äußerst verwickelten Phänomenen, welche uns der gestirnte Him-mel darbietet, die bloße Erscheinung von der ihr zu Grunde liegendenWahrheit zu trennen, um in diesen Erscheinungen die ihnen zu Grundeliegenden Thatsachen zu erkennen, und um endlich von diesen Thatsachensich bis zu dem Gesetze, dem sie alle gehorchen, bis zu dem Alles um-fassenden Princip der allgemeinen Gravitation zu erheben, aus welchemalle jene Phänomene, wie aus einer gemeinschaftlichen Quelle, abgelei-tet werden können.

Dieß ist der Weg, den der menschliche Geist in dieser Wisienschaftzurückgelegt hat, und zugleich der, welchen ich im gegenwärtigen Werke

zu zeichnen versuchen will.

Soll ein Unternehmen solcher Art, nach dieser Einleitung, noch ei-ner i>>>6 »bi»!' l'in?»' Ankmunteruna des Geiers bedür-

fenstes.

Herrlichste, das uns umgibt. Wir wollen hören, wie der Mensch zurErkenntniß dieses erhabenen Gegenstandes gekommen ist, und mit un-seren eigenen Augen wollen wir sehen, wie die Himmel die EhreDessen erzählen, der sie gemacht hat. In manchen Minen soll esMenschen geben, die dort geboren und begraben werden, ohne je dieSonne und die Gestirne gesehen zu haben. Diese Bedaurungswürdigenaber, wie wenig sind sie von jenen Unglücklichen verschieden, die wohlauf der Oberfläche der Erde leben, aber darum doch nicht mehr bemer-ken von allen den Herrlichkeiten, die sie umgeben; die stumm und fühl-los stehen in einer Welt voll Wunder, und deren Augen jenem Lichteverschlossen bleiben, welches für andere Menschen, und selbst für Wesenhöherer Art, die Quelle der edelsten und erhabensten Genüsse seyn muß.Die Astronomie ist es, welche uns diese Augen des Geistes öffnet, unduns die Wunder einer Welt entschleiert, die beinahe nur von Blindenbewohnt wird.

H. 2. (Die Erde ist keine Ebene, und hat keine Unterstützung.) Es ge-nügte vielleicht schon eine geringe Aufmerksamkeit, die Unrichtigkeit deroben angeführten Ansicht, einer nach allen Seiten ohne Gränzen ausge-breiteten ebenen Erde, mit der sicheren Grundlage unter ihr, auf dersie, wie man wähnte, ruhen sollte, zu bemerken. Man sah täglich dieSonne im Osten auf- und im Westen untergehen, und konnte doch nichtzweifeln, daß es immer dieselbe Sonne ist, welche dieses Schauspielmit jedem neuen Tage vor uns aufführt. Wo war sie aber währendder Nacht? und was geht mit dem Monde und mit allen anderen Ge-stirnen des Himmels vor, die uns ebenfalls täglich im Westen verschwin-den, um bald darauf im Osten wieder sichtbar zu werden? Sie sinddoch offenbar dieselben, die wir gestern, die wir alle Tage schon ge-sehen haben. Sie müssen also wohl unter uns, unter der Erdedurchgegangen seyn, so daß wir von den Kreisen, die sie um uns be-schreiben, nur denjenigen Theil erblicken, der über der Erde steht, wäh-rend der andere Theil derselben, der auf der anderen Seite, der unterder Erde liegt, uns von dieser Erde selbst bedeckt, und daher für unsunsichtbar wird. Die Erde kann also wohl erstens kein endlos ausge-dehnter Körper seyn, wie wir anfangs glaubten, sondern sie muß, sogroß sie auch übrigens seyn mag, doch immer in bestimmte Gränzeneingeschlossen seyn, weil sonst jene Gestirne nicht um sie gehen könnten.

Auch werden wir zweitens den Glauben an ihren festen Stand, andle sichere Unterlage, auf der sie ruhen soll, aufgeben müssen, so sehr

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