§. si. Einleitung. 21
ander gegenüberstehenden Punkten N und ^ durch zwei Stifte in einem,in Grade getheilten, metallenen Ringe NN)^bII so befestigt ist, daß sichdiese Kugel um die gerade Linie als um eine Äre, frei drehen
läßt. Dieser Ring ruht auf einem Fußgeftelle UlUVV, dessen obererRand IM einen ebenfalls eingetheilten Ring trägt. Der Stift bei N,der sich mit der Kugel zugleich dreht, trägt einen Zeiger, der auf einem,an dem metallenen Ringe befestigten und in 24 ^Stunden getheiltenKreise ab, der sogenannten Rose, sich bewegt.
III. Die beiden Punkte N und stellen die Weltpole und die ge-rade Linie die Weltaxe vor. In gleichen Entfernungen von denbeiden Polen ist der Aequator ^Vt) (tz. 11) mit seinen durch I. und v..gehenden Parallelkreisen (H. 24) und die Ekliptik VIL 1, (H. 22. U).Die durch ^ und , also senkrecht auf dem Aequator gehenden Kreise,wie lXViN'.. sind Declinations- oder Stundenkreise (H. 23).Bezeichnet daher wieder V den Frühlingspunkt und 8" irgend ein Ge-stirn, so wird, wenn 8'1. senkrecht auf der Ekliptik ist, V(^ die Rect-ascension, l)8^ die Declination, VIL die Länge, 1.^8^ die Breite desGestirns 8' seyn.
IV. Der erwähnte metallene Ring der immer mit demDeclinationskreise der Kugel zusammenfällt, stellt den fixen Meridian(H. 14), und der Kreis IM des Fußgestelles stellt den Horizont (tz. 8)des Beobachters vor, dessen Zenith A und Nadir ist. Man denktsich daher diesen Beobachter auf dem höchsten Punkte der Erde oder indem obersten Punkte desjenigen Erddurchmessers, der verlängert dnrchdie beiden Punkte X und des Himmels geht, weil in der That jederBeobachter immer den höchsten Punkt der Erdoberfläche einzunehmenglaubt.
§. 31. (Orientirung des Globus.) Um den Globns für jede gege-bene Zeit so zu stellen, daß er ein getreues Bild des Himmels für dieseZeit darstellt, oder um ihn zu orientiren, hat man Folgendes zu be-obachten:
I. Bewegt man den metallenen Ring IM^l) in der horizontalenScheibe IM so lange auf und nieder, bis der Bogen IM der Polhöhedes gegebenen Beobachtungsortes gleich ist, was man an der Einthei-lung jenes Ringes erkennt. Dadurch wird zugleich das Zenith A diesesBeöbachtungsvrtes in den höchsten Punkt des Globus gebracht.
II. Dann sucht man, in dem auf der horizontalen Scheibe IM au-gebrachten Verzeichnisse, die Länge VIL der Sonne für den gegebenenTag, wodurch man den Punkt IL des Himmels erhält, in welchem, andiesem Tage, die Sonne sich aufhält. Man dreht dann den Globus umseine Axe so lange, bis dieser Ort IL unter den oberen ^heU NHUdes Meridians oder des metallenen Kreises kömmt und stellt, für die-sen Stand des Globus, den Zeiger der Rose auf 12 Uhr.
III. Endlich dreht man das ganze Gestelle sammt seinem Globusso, daß die Linie IM mit der Mittagslinie (tz. 15) des Beobach ungv-orts nahe übereinstimmt, so daß der Punkt II nach Nord und U nachSüd gerichtet ist. Zu diesem Zwecke hat man gewöhnlich an ocm Huß-gestelle eine kleine Magnetnadel angebracht, die aber entbehrt werdenkann, da diese letzte Stellung keineswegs eine groye Genauigkeit erfvrderl.