§. 28. Einleitung. Z9
Bitten
clination der Sterne.) Wenn man die Höhe, oder was dasselbe ist, dieh>^, Zenithdistanz (tz. 10) eines Gestirns im Augenblicke der Culmination
dieses Sterns, durch irgend ein dazu geeignetes Instrument beobachtethat, so kann man daraus sofort die Polhöhe des Beobachtungsvrtest'q P finden, wenn anders die Declination des Sterns bekannt ist, oder auch
umgekehrt, die Declination, wenn die Polhöhe bekannt ist.
Denn für Culminationen auf der Südseite M des Zeniths hat man,i der Stern von nördlicher Declination, z. B. in 8 culminirt,
wenn
-- Y8 -j- 8X oder:
Polhöhe — Declination Z- Zenithdistanz,und wenn der Stern von südlicher Declination, z. B. in L culminirt,^ ^ - T'Y oder:
Polhöhe — Zenithdistanz — Declination.
üib üm Eben so hat man für Culmination der Circumpolarsterne auf der
?Men Nordseite >5!I des Zeniths, wenn der Stern über dem Pole iX, z. B. inpralle!- dem Punkte I) culminirt, IM — YA — YI) — VX oder:
chH Polhöhe — Declination — Zenithdistanz,
^ und wenn er unter dem Pol, z. B. in dem Punkte L culminirt, IM
HA — — KX, oder, da die Declination, also lM die Er-i hmi- gänzung der Declination zu !8V Graden ist,
i''r tie Polhöhe — 180° — Declination — Zenithdistanz,
. !§.!>) wo immer -j- das bekannte Zeichen der Addition und — der Subtrac-
tT tion ist. Diese Ausdrücke zeigen, wie man von den drei Größen, Pol-
i,M höhe, Declination und Zenithdistanz im Meridian, wenn zwei derselben
gegeben sind, die dritte finden kann.
He Enl- 28. (Sternzelt) Hätte man überdieß noch ein Mittel, für die-
selbe Zeit der Culmination eines Sterns, z. B. in 8 auch noch dendie Stundenwinkel des Frühlingspunkrs V (H. 19 und 22. I.) zu beobach-ten, so würde man die Declination und die Rectascension (H. 22) die-ses Sterns, also eine vollständige Bestimmung seines Ortes am Him-mel erhalten. Denn dieser Stundenwinkel ist (H. 19) gleich dem Win-kel ViXY oder gleich dem Bogen V() und dieser Bogen Vy ist zugleicharül bi- ^ Rectascension des Sterns 8 im Augenblicke seiner Culmination.
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. Man nennt diesen Stundenwinkel <)V des Frühlingspunktes, der
für irgend einen Augenblick Statt hat, auch die Sternzeit dieses Au-H.HM genblickes, ganz eben so, wie wir oben (H. 19.) den Stundenwinkel der. so Sonne in jedem Augenblicke die wahre Sonnenzeit dieses Augenblicks
genannt haben, so daß es Null Uhr Sternzeit ist, wenn der Frühlings-M punkt durch 'den oberen Theil Z5Y des Meridians geht, und 12 UhrSternzeit, wenn er durch den unteren Theil des Meridians geht.Auch heißt das Zeitintervall zwischen zwei nächsten Culminationen der..M) Sonne der Sonnentag, und eben so die Zeit zwischen zwei nächstenB ^ Culminationen des Frühlingspunkts der Sterntag.
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Bemerken wir noch, daß, wenn von den drei Größen, Rectascen-' stv" eines Sterns, Stundenwinkel desselben und Sternzeit der Beobach-
tung, zwei gegeben sind, die dritte auch sofort durch jene zwei gegebent ist, auch wenn der Stern irgendwo vor oder nach seiner Culmination
e außer dem Meridian steht. So hat man z. B. für den Stern 8^ die
Rectascension V<), den Stundenwinkel und die Sternzeit Vy., .V'' - 2 ^
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