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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
12
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, Einleitung. §> 8to.

die Astronomen auf der Oberfläche des Himmels und der Erde gezogenhaben, um dadurch einzelne Punkte dieser Flächen näher bestimmen zu

können. ... ,

8. (Horizont, Zenith und Nadir.) Wenn wir uns m einer ebe-nen Gegend oder auf der hohen See befinden, so erscheint uns die Ober-fläche der Erde als eine von einem Kreise begränzte Ebene. Diese Ebene,bis au das Himmelsgewölbe erweitert, heißt der scheinbare Hori-zont des Beobachters, und eine mit ihm parallele, durch den Mittel-punkt der Erde gehende Ebene ist der wahre Horizont desselben.

Zieht man endlich durch den Punkt der Erdoberfläche, welchen derBeobachter einnimmt, eine gerade, auf seinem Horizont senkrechte Linie,so wird diese Linie, da sie senkrecht auf der Oberfläche der Kugel steht,durch den Mittelpunkt der Erde gehen und, verlängert, die Oberflächedes .öimmels in zwei Punkte schneiden, deren einer, der über dem Be-

recht oder wasserrecht) zu nennen pflegt.

I. Da die Richtung eines mit einem Bleilothe beschwerten Fadensauf der Oberfläche des stilleftehenden Wassers senkrecht steht, so wird derFaden in diesem Zustande jene senkrechte Richtung-angeben, so wie durchdie Oberfläche des stillstehenden Wassers die horizontale Richtung ange-zeigt wird.

II. Denkt man sich den Beobachter auf dem oberstes Punkte ? derOberfläche der kugelförmigen Erde, so wird der Durchmesser , ver-längert, am Himmel das Zenith X und das Nadir 2^ des Beobachtersangeben. Der auf diesem Durchmesser senkrechte größte Kreis ko aberwird, bis an die Himmelssphäre erweitert, den wahren Horizont Ik^Iil)des Beobachters, den wir oben durch II bezeichnet haben, angeben, wäh-rend der mit ihm parallele durch den Punkt ? gelegte Kreis den schein-baren Horizont des Beobachters bezeichnet.

h. 9. (Sichtbare und unsichtbare Hemisphäre.) Diesem gemäß ist alsodie Linie 22" die Axe, und die Punkte X und 2" sind die Pole deswahren Horizontes (H. 3). Durch diesen Horizont I1>Vkl0 wird dieOberfläche des Himmels in zwei gleiche Theile getheilt (H. 6), von wel-chen der eine, obere, in welchem der Zenith 2 liegt, die sichtbare undder andere untere die unsichtbare Hemisphäre genannt wird, weilin der That nur diejenigen Gestirne, die sich in der oberen Hälfte desHimmels, oder die sich über unserem Horizonte befinden, für uns sicht-bar sind, während die andern für uns von der unter uns stehenden Erdebedeckt und daher unsichtbar sind.

H. 19. (Verticalkreise und Höhe der Sterne.) Die größten Kreise 2kl,55k/ 2kl".., welche durch das Zenith 2, also auch durch das Nadir 2"gehen und daher auf dem Horizonte senkrecht stehen (H. 4) heißen Ver-tical- oder Höhen kreise.

Die Entfernung jedes Punktes des Verticalkreises von dem Horizonteoder der Bogen des Verticalkreises, der zwischen jenem Punkte und demHorizonte enthalten ist, heißt die Höhe jenes Punktes, und eben sonennt man die Entfernung dieses Punktes von dem Zenithe 2 die Ze-nirhdistanz des Punktes. Höhen und Zenithdistanzen ergänzen alsoeinander immer zu 90 Graden. So sind daher die Bogen kl8, kl" 8"und kl" 8" die Höhen der drei Sterne 8, 8" und 8", und eben so sinddie Bogen 28, 28" und 28" die Zenithdistanzen derselben.