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dert, wenige in der That und leicht zu erwerbende, die ich aber auch da-für desto dringender von meinen Lesern, nicht sowohl zu meinem, als
vielmehr zu ihrem eigenen größten Vortheile in Anspruch nehmen möchte.Wer weder Ton noch Note kennt, der kann selbst, und mit dem kannauch ein Anderer, über Musik nicht sprechen. Und eben so, wer einQuadrat von einem Rechteck nicht unterscheidet, wer die ersten Eigen-schaften eines Dreiecks nicht kennt, wer vor jedem Decimalbruche er-schrickt und ein Buch, das eines Sinus oder einer Tangente erwähnt,sogleich mit Abscheu von sich stößt — wie wäre es möglich, mit ihmüber Astronomie zu sprechen? Statt dieses Versuches, dessen Erfolg im-mer unglücklich seyn muß, wäre es gerathener, sich diese Vorkenntnisselieber auf irgend eine Weise vorerst zu verschaffen. Sie sind der Art,daß sie, bei einer zweckmäßigen Anleitung, in wenigen Tagen erworbenwerden können und daß die meisten unserer Kartenspiele, in welchen esdoch so Viele zu einer beneidens- oder vielmehr beweinenswerthen Mei-sterschaft gebracht haben, viel mehr Zeit und Mühe kosten.
Mit diesen Lesern also, welche es sich gefallen lassen wollen, einigeStunden zur Vorbereitung auf ihre Reise zu verwenden, um wenigstensdie ersten Elemente der Sprache, die mau in jenen Gegenden spricht,sichtigen zu machen, mit denen glaube ich, wvhlgemuth und in derHoffnung eines glücklichen Erfolgs, unsere Wanderung antreten zu kön-nen. Zwar werden wir von dem großen und schönen Lande, das nunvor uns liegt, aus Mangel an tieferen Kenntnissen manche der interes-santesten Theile völlig unbesucht lagen müssen; wir werden weder jenesteilen Berge, die es begränzen, noch diese tiefen Schluchten, wo dieNatur ihre^ größten Seltenheiten verwahrt, betreten dürfen. Aber wirwerden degenungeachtet noch sehr viele, nicht minder interessante undweit verbreitete Ebenen treffen, die wir nicht nur, ohne Mühe und ohnejene fremde Hilfe, durchwandern, sondern von welchen wir auch jene un-zugänglichen Gegenden, zwar nur von ferne, aber dafür auch in ihremGanzen überblicken und bewundern können.
Wie wir nämlich, um unser Gleichniß fortzusetzen, in einem frem-den Lande nur dann mit Vortheil und Vergnügen zu reisen hoffen dür-fen, wenn wir zuerst die Sprache der Eingeborenen desselben wenigstenseinigermaßen kennen gelernt haben, eben so willkommen und nützlichwerden uns auch hier, wenn auch nur die ersten Elemente der Sprachedieses Landes seyn, welches wir nun zu durchreisen im Begriffe stehen.Haben sich doch alle, selbst die bloß mechanischen Künste, ja sogar dieHandwerke, sobald sie einen gewissen Grad der Vollkommenheit erreich-ten, ihre eigene Sprache gebildet: wie sollte dasselbe nicht auch von derAstronomie, von der ersten aller Wissenschaften, gelten? — Allerdingswürden wir sie, während dieser Reise selbst, so oft wir durch die Nothdazu gezwungen werden, auch erlernen können. Aber dieß würde offen-bar nicht ohne Beschwerde, nicht ohne vieles Hin- und Wiederredenmöglich seyn. Auch ist es nicht unsere Absicht, wie es wohl die mancherunserer Vorgänger gewesen seyn mag, diese Wigenschaft mit unsern Le-sern , unter dein angenommenen Scheine einer völligen Unkenntniß der-selben, gleichsam von Neuem zu erfinden, oder auch den systematischenWeg, der ihr sonst eigen ist, in unserem Vortrage mit ängstlicher Ge-nauigkeit zu verfolgen. Wir wollen uns vielmehr bemühen, die Leserauf dem einfachsten und kürzesten Wege mit den vorzüglichsten Schätzender Astronomie, so weit dieses ohne eigentliche mathematische Analysismöglich ist, bekannt zu machen und uns dabei an diejenigen Kenntnisseanzuschließen, die wir bei jedem Gebildeten in unseren Tagen mit Recht
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