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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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Einleitung.

ersten ^uaend an umgeben, und welche uns die reine Ansicht der großenMerke der Natur so gut als ganz unmöglich machen. Und auch dazuwird uns diese Wissenschaft selbst die beste Gelegenheit geben. Dennbeinahe alle ihre Lehren stehen im geraden Widersprüche mit den Mei-nungen der großen Menge, ja selbst mit den unmittelbaren Eindruckenunserer Sinne. So scheint uns die Erde, ans der wir stehen, so festund wohlgegründet, daß sie in beinahe allen unsern Sprachen zum Sym-bole der Stetigkeit geworden ist, während sie doch mit allem, was in undauf ihr ist, selbst mit dem sie umgebenden Luftmeere, taglich, wie einKreisel, um ihre eigene Ape, und jährlich von einer unsichtbaren Handum die Sonne mit einer Geschwindigkeit geführt wird, die jene sehrweit übertrifft, welche wir den Körpern der Erde durch die Kraft desPulvers oder der Dämpfe geben können. Der Mond und die Sonne er-scheinen uns als kreisrunde Scheiben von nur mäßiger Größe und Ent-fernung; da doch jener über fünfzig Tausend, und diese über zwanzigMillionen deutsche Meilen von uns absteht, und überdieß diese unsereErde selbst über anderthalb Millionenmal an körperlicher Größe über-trifft. Jene Planeten, oft kaum bemerkbare Punkte des Himmels, sindErden, ähnlich der unseren, von Tausenden von Geschöpfen bewohnt,und jene Sterne, schwache Lichtfnnken, die, ihrer zahllosen Menge unge-achtet, kaum unsere Nächte spärlich erleuchten, sind eben so viele Son-nen-, Licht- und Lebens-Quellen für Myriaden von Planeten, die sich alle,Einem großen Gesetze gehorchend, seit undenklichen Zeiten in nie gestör-ter Ordnung um jene Centralkörper bewegen. Ja diese unsere Erdeselbst, unser Wohnort, unsere Wiege und unser Grab, diese ganze großeErde ist nur ein Punkt, den man vielleicht von den nächsten Hauptglie-dern der Sonnen-Familie, von den übrigen Schwesterplaneten, nichteinmal bemerkt. So klein, so ganz verschwindend erscheint uns, von je-nem höheren Staudpunkte betrachtet, selbst das, was wir bisher dasGrößte nannten. Diese Erde ist nichts gegen das Sonnensystem, diesesSonnensystem ist nichts gegen den Weltraum, den zahllose ähnliche Sy-steme erfüllen, und dieser Raum selbst, was ist er gegen Den, der ihnzum Schauplatze seiner unendlichen Größe gemacht hat!

Uebrigens ist die Aufgabe, die Wunder dieser Schöpfung nicht bloßanzustaunen, sondern in ihrer Wechselwirkung und in ihrem innerenZusammenhange zu erkennen, keine leichte, und die Lösung derselben, soweit sie uns bisher gelungen ist, war wohl der Bemühungen so vielerJahrhunderte und der Vereinigung der vorzüglichsten Männer aller Völ-ker in hohem Grade werth. Die Erscheinungen, welche uns der gestirnteHimmel darbietet, sind so mannigfaltig und so sonderbar in einanderverschlungen, daß nur der vereinigte Scharfsinn der Besten einer jedenZeit und eines jeden Volkes im Stande seyn konnte, diese Verwickelun-gen zu lösen, und in der scheinbaren Unordnung selbst jene Einheit undHarmonie zu finden, welche noch immer die Werke der Natur, wo wirsie näher kennen lernten, ausgezeichnet haben. Es war ohne Zweifelmit ganz besonderen Schwierigkeiten verbunden, in diesem Gewirre vonComplicationen die Hanptursache derselben, die Bewegung der Erde, vonder wir alle jene Phänomene zu betrachten gezwungen sind, zu erkennen,und dadurch die bloß scheinbaren Bewegungen der Himmelskörper vonden wahren zu trennen; dann von der Kenntniß dieser wahren Bewegun-gen zu den Gesetzen überzugehen, nach welchen die Planeten in ihrenelliptischen Bahnen um die Sonne laufen, und endlich, von diesen Ge-setzen, sich bis zu dem Prinzip der allgemeinen Gravitation zu erheben,zu jenem Grundgesetze des Himmels, durch welches alle jene so mannig-