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als die weiblichen, welche in jeder Periode auf-kamen. Sic giebt auch Nachricht von den Liedern,die in jedem Jahre gepfiffen und gesungen wurden,und von manchem Licblingsliede der Zeit werdendie Anfänge mitgcthcilt. So vermeldet sie vonAnno 1480, dass man in diesem Jahre in ganzDeutschland Lieder gepfiffen und gesungen, die süßerund lieblicher als alle Weisen, so man zuvor indeutschen Landen kannte, und Jung und Alt, zumaldas Frauenzimmer, sei ganz davon vernarrt ge-wesen, so dass man sie von Morgen bis Abendsingen hörte; diese Lieder aber, setzt die Chronikhinzu, habe ein junger Klcrikus gedichtet, der vonder Missclsucht behaftet war und sich, vor allerWelt verborgen, in einer Einöde aufhielt. Duweißt gewiss, lieber Leser, was für ein schauder-haftes Gebrcstc im Mittelalter die Misselsucht war,und wie die armen Leute, die solchem unheilbarenSiechthum verfallen, aus jeder bürgerlichen Gesell-schaft ausgestoßen waren und sich keinem mensch-lichen Wesen nahen durften. Lebendigtodtc, wandeltensie einher, vermummt vom Haupt bis zu den Füßen,die Kapuze über das Gesicht gezogen, und in derHand eine Klapper tragend, die sogenannte Laza-rusklappcr, womit sie ihre Nähe ankündigten, da-mit ihnen Jeder zeitig ans dem Wege gehen konnte.