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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
Seite
326
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ist Biel, wenn man ein Dichter ist, und gar wennman ein großer lyrischer Dichter ist in Deutsch-land, unter dem Volke, das in zwei Dingen, inder Philosophie und im Licdc, alle andern Natio-nen überflügelt hat. Ich will nicht mit der falschenBescheidenheit, welche die Lumpen erfunden, meinenDichtcrruhm verleugnen. Keiner meiner Landslcutchat in so frühem Alter, wie ich, den Lorber er-rungen, und wenn mein Kollege Wolfgang Goethewohlgefällig davon singt, „dass der Chinese mitzitternder Hand Wcrthcrn und Lotten ans Glasmale," so kann ich, soll doch einmal geprahlt wer-den, dem chinesischen Ruhm einen noch weit fabel-haften?, nämlich einen japanischen entgegensetzen.Als ich mich etwa vor zwölf Jahren hier im Hoteldes Orinoss bei meinem Freunde H. Wöhrmanaus Riga befand, stellte mir Derselbe einen Hol-länder vor, der eben aus Japan gekommen, dreißigJahre dort in Nangasaki zugebracht und begierigwünschte, meine Bekanntschaft zu machen. Es warder Or. Bürger, der jetzt in Lehden mit dem ge-lehrten Seybold das große Werk über Japan Her-aushiebt. Der Holländer erzählte mir, dass er einenjungen Japanesen Deutsch gelehrt, der später meineGedichte in japanischer Übersetzung drucken ließ,und dieses sei das erste europäische Buch gewesen,