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Schmeichelei einen größern Anhang gewinnen, alsdie Schönen. Ich will damit bei Leibe nicht an-deuten, als ob Fran von Stasl hässlich gewesensei^); aber eine Schönheit ist ganz etwas Anderes.Sic hatte angenehme Einzelheiten, welche aber einsehr unangenehmes Ganze bildeten; besonders un-erträglich für nervöse Personen, wie es der seligeSchiller gewesen, war ihre Manie, beständig einenkleinen Stengel oder eine Papierdüte zwischen denFingern wirbelnd herumzudrehen — dieses Manö-ver machte den armen Schiller schwindlicht, und erergriff in Verzweiflung alsdann ihre schöne Hand,um sie festzuhalten, und Frau von Stasl glaubte,der gefühlvolle Dichter sei hingerissen von demZauber ihrer Persönlichkeit^). Sie hatte in der
*) Hier folgt in der französischen Ausgabe die Schluss-periode dieses Absatzes: „keine Fran ist hässlich tc."
Der Herausgeber.
In der französischen Ausgabe schließen sich dieserStelle (aus S. 224) noch die Bemerkungen an: „Auch warsie entzückt von Schiller, dessen warmes Herz sie zu schätzenverstand, während ihr die Kälte Goethe's missfiel. In der-selben Art hatten alle Urtheilc, welche Fran von StaAüber uns fällte, ihre Quelle in ihren persönlichen Eindrücken,wenn sie nicht durch eine vorgefasste Meinung, durch denOppositionsgeist, diktiert wurden. Wie schon bemerkt, sie sah