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mcn von dcm Mittelalter; aber gerührt, wie wircs leicht sind, nahmen wir Abschied mit einemKusse. Wir drückten zum letzten Male unsere Lip-pen auf die alten Lcichcnsteinc. Mancher von unsfreilich gebürdete sich dabei höchst närrisch. LudwigTicck, der kleine Junge der Schule, grub die tobtenVoreltern aus dem Grabe heraus, schaukelte ihrenSarg, als war' cs eine Wiege, und mit aberwitzigkindischem Lallen sang er dabei: „Schlaf, Groß-väterchen, schlafe!"
Ich habe Walter Scott den zweiten großenDichter Englands und seine Romane Meisterwerkegenannt. Aber nur seinem Genius wollte ich dashöchste Lob ertheilcn. Seine Romane selbst kannich dem großen Roman des Cervantes keineswegsgleichstellen. Dieser übertrifft ihn an epischen? Geist.Cervantes war, wie ich schon erwähnt habe, einkatholischer Dichter, und dieser Eigenschaft verdankter vielleicht jene große epische Seelenruhe, die wieein Krhstallhimmel seine bunten Dichtungen über-wölbt: nirgends eine Spalte des Zweifels. Dazukömmt noch die Ruhe des spanischen Nationalcharak-ters. Walter Scott aber gehört einer Kirche, welcheselbst die göttlichen Dinge einer scharfen Diskussionunterwirft; als Advokat und Schotte ist er gewöhntan Handlung und Diskussion, und, wie in seine???