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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
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großen Ritters. Ist mein Herz die ganze Zeit überstabil geblieben, oder ist es nach einem wunder-baren Kreislauf zu den Gefühlen der Kindheit zu-rückgekehrt? Das Letztere mag wohl der Fall sein,denn ich erinnere mich, dass ich in jedem Lustrummeines Lebens den Don Quixotc mit abwechselndverschiedenartigen Empfindungen gelesen habe. Alsich ins Jünglingsalter emporblühetc und mit un-erfahrenen Händen in die Rosenbüsche des Lebenshincingriff und auf die höchsten Felsen klomm, umder Sonne näher zu sein, und des Nachts vonNichts träumte als von Adlern und reinen Jung-frauen, da war mir der Don Quixote ein sehrunerquickliches Buch, und lag es in meinem Wege,so schob ich es unwillig zur Seite. Späterhin, alsich zum Manne heranreifte, versöhnte ich mich schoneinigermaßen mit Dnlcinea's unglücklichem Kämpenund ich fing schon an, über ihn zu lachen. DerKerl ist ein Narr, sagte ich. Doch, sonderbarerWeise, auf allen meinen Lcbcnsfahrten verfolgtenmich die Schattenbilder des dürren Ritters undseines fetten Knappen, namentlich wenn ich an einenbedenklichen Scheideweg gelangte. So erinnere ichmich, als ich nach Frankreich reiste und eines Mor-gens im Wagen aus einem fieberhaften Halbschlum-mer erwachte, sah ich im Frühnebel zwei wohlbe-

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