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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
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wunden eine Ansicht, die vielleicht seinen Freundenmißfällig, aber darum dennoch nicht minder wahrist, aussprechen müssen. Als ich nämlich LudwigUhland inp Zusammenhang mit derRomantischenSchule" in dein Buche, welches eben diesen Namenführt, flüchtig bcnrthcilte, habe ich deutlich genugnachgewiesen, dass der vortreffliche Sänger nichteine neue, cigcnthümlichc Sangesart ausgebrachthat, sondern nur die Töne der romantischen Schulegelehrig nachsprach; dass, seitdem die Lieder seinerSchulgcnosscn verschollen sind, Uhlnnd'S Gedicht-sammlung als das einzig überlebende lyrische Denk-mal jener Töne der romantischen Schule zu be-trachten ist; dass aber der Dichter selbst, eben sogut wie die ganze Schule, längst todt ist. Ebenso gut wie Schlegel, Tieck, wie Fouque, ist auchUhland längst verstorben, und hat vor jenen edlenLeichen nur das größere Verdienst, dass er seinenTod wohl begriffen und seit zwanzig Jahren Nichtsmehr geschrieben hat. Es ist wahrlich ein eben sowiderwärtiges wie lächerliches Schauspiel, wennjetzt meine schwäbischen Dichterlinge den Uhlandzu den Ihrigen zählen, wenn sie den großen Todtcnaus seinem Grabmal hervorholen, ihm ein Fall-hütchen aufs Haupt stülpen und ihn in ihr nied-riges Schulstübchcn hcreinzcrrcn, oder wenn sie