seinen Krähwinkcleicn war ich ausgesöhnt, und ichdrückte ihm die Hand, ich drückte die Hand jenerdeutschen Auswanderer, als gäbe ich dem Vaterlandselber den Handschlag eines erneuten Bündnissesder Liebe, und wir sprachen Deutsch. Die Men-schen waren ebenfalls sehr froh, auf einer fremdenLandstraße diese Laute zu vernehmen; die bcsorg-lichen Schatten schwanden von ihren Gesichtern,und sie lächelten beinahe. Auch die Frauen, wor-unter manche recht hübsch, riefen mir ihr gemüth-lichcs „Gricsch di Gott!" vom Wagen herab, unddie jungen Bübli grüßten erröthend höflich, unddie ganz kleinen Kinder jauchzten mich an mit ihrenzahnlosen lieben Mündchcn. Und warum habt ihrdenn Deutschland verlassen? fragte ich diese armenLeute. „Das Land ist gut und wären gern dage-blieben," antworteten sie, „aber wir konntcn's nichtlänger aushalten" —
Nein, ich gehöre nicht zu den Demagogen, dienur die Leidenschaft aufregen wollen, und ich willnicht Alles wiedererzählen, was ich auf jener Land-straße bei Havrc unter freiem Himmel gehört habeüber den Unfug der hochnobcln und allerhöchst na-beln Sippschaften in der Heimat — auch lag diegrößere Klage nicht im Wort selbst, sondern imTon, womit es schlicht und grad gesprochen, oder