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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
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sie sprachen Deutsch, in schwäbischer Mundart. Leichtbegriff ich, dass diese Leute Auswanderer wa-ren, und als ich sie näher betrachtete, durchzucktemich ein jähes Gefühl, wie ich es noch nie in mei-nem Leben empfunden; alles Blut stieg mir plötz-lich in die Herzkammern und klopfte gegen die Rip-pen, als müsse es heraus aus der Brust, als müssees so schnell als möglich heraus, und der Athemstockte mir in der Kehle. Ja, es war das Vater-land selbst, das mir begegnete, auf jenen Wagensaß das blonde Deutschland, mit seinen crnstblaucnAugen, seinen traulichen, allzu bedächtigen Gesich-tern, in den Mundwinkeln noch jene kümmerlicheBeschränktheit, über die ich mich einst so sehr ge-langwcilt und geärgert, die mich aber jetzt gar weh-müthig rührte — denn hatte ich einst, in der blü-henden Lust der Jugend, gar oft die heimatlichenVerkehrtheiten und Philistercien verdrießlich durch-gehechelt, hatte ich einst mit dem glücklichen, bürgcr-mcisterlich gchäbigen, schncckenhaft trägen Vaterlandemanchmal einen kleinen Haushader zu bestehen, wieer in großen Familien wohl vorfallen kann: so wardoch all dergleichen Erinnerung in meiner Seeleerloschen, als ich das Vaterland in Elend erblickte,in der Fremde, im Elend; selbst seine Gebrechenwurden mir Plötzlich thcucr und Werth, selbst mit