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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
Entstehung
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aufhängen. Erst nachdem wir an den Mcnzct'schcnBlättern über Goethe unsre schaurige Neugier be-friedigt, erwachte der Nnmuth. Wir beabsichtigenkeineswegs eine Vcrtheidigung Gocthe's; wir glau-ben, die Mcnzcl'sche Lehre: „Goethe sei kein Genie,sondern ein Talent" wird nur bei Wenigen Ein-gang finden, und selbst diese Wenigen werden dochzugeben, dass Goethe dann und wann das Talenthat, ein Genie zu sein. Aber selbst wenn MenzelRecht hätte, würde es sich nicht geziemt haben, seinhartes Urtheil so hart hinzustellen. Es ist dochimmer Goethe, der König, und ein Recenscnt, deran einen solchen Dichtcrkönig sein Messer legt, solltedoch eben so viel Konrtoisie besitzen wie jener eng-lische Scharfrichter, welcher Karl I. köpfte und, eheer dieses kritische Amt vollzog, vor dem königlichenDelinquenten niederkniete und seine Verzeihung erbat.

Woher aber kommt diese Härte gegen Goethe,wie sie uns hie und da sogar bei den ausgezeichnet-sten Geistern bemerkbar worden? Vielleicht eben weilGoethe, der Nichts als xrinrns intsr parss seinsollte, in der Republik der Geister zur Tyrannisgelangt ist, betrachten ihn viele große Geister mitgeheimem Groll. Sie sehen in ihm sogar einenLudwig XI., der den geistigen hohen Adel unter-drückt, indem er den geistigen Tiors stnst die liebe