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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
Entstehung
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scincr inncrn Anschauung zurückzieht und in sichselbst die Quelle aller Erkenntnis annimmt, dadurchist er der Obergewalt jeder äußern Autorität ent-ronnen, und die orthodoxesten Mystiker haben aufdiese Art in der Tiefe ihrer Seele jene Urwahrheitenwieder gefunden, die mit den Vorschriften des posi-tiven Glanbens im Widerspruch stehen, sie habendie Autorität der Kirche geleugnet und haben mitLeib und Leben ihre Meinung vertreten. Ein Mystikeraus der Sekte der Essäer war jener Rabbi, der insich selbst die Offenbarung des Vaters erkannte unddie Welt erlöste von der blinden Autorität steinernerGesetze und schlauer Priester; ein Mystiker war jenerdeutsche Mönch, der in seinem einsamen Gcmüthcdie Wahrheit ahnte, die längst aus der Kirche ver-schwunden war; — und Mystiker werden es sein,die uns wieder vom neueren Wortdienst erlösen undwieder eine Naturrcligion begründen, eine Religion,wo wieder freudige Götter aus Wäldern und Steinenhervorwachsen und auch die Menschen sich göttlichfreuen. Die katholische Kirche hat jene Gefährlichkeitdes Mysticismns immer tief gefühlt; daher imMittelalter beförderte sie mehr das Studium desAristoteles als des Plato; daher im vorigen Jahr-hundert ihr Kampf gegen den Jansenismus; undzeigt sie sich heut zu Tage sehr freundlich gegen