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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
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so sind wir gewiss sehr weit entfernt, uns dazu zubekennen. Doch auch bei einer solchen Theorie würdedie Becr'sche Tragödie vielmehr Lob als Tadel ver-dienen, und wenn sie das Bild jener Kastenbevor-nchtnng in all seiner grausamen Leibhaftigkeit unsvor Augen bringt, so ist Das vielleicht heilsamer,als man glaubt.

Es geht eine Sage im Volke, der Basilisk seidas furchtbarste und festeste Thier, weder Feuer nochSchwert vermöchten es zu verwunden, und das ein-zige Mittel, eS zu tödtcn, bestände darin, dass Jemanddie Kühnheit habe, ihm einen Spiegel vorzuhalten;indem alsdann das Thier sich selbst erblickt, erschricktes so sehr ob seiner eignen HäsSlichkcit, dass es zu-sammenstürzt und stirbt. Der „Strncnsee," eben sowie „Der Paria," war ein solcher Spiegel, den derkühne Dichter dem schlimmsten Basilisken unsererZeit entgegenhielt, und wir danken ihm für diesenLiebesdienst.

Die Kunstgcsctze, die ästhetischen Plcbiscita, dieder große Haufe bei Gelegenheit der Beer'schenTragödie zu Tage förderte, wollen wir nicht beleuch-ten. Es sei genug, wenn wir sagen, dass Herr Beervor diesem Richterstuhle gut bestanden hat. Wirwollen Dieses nicht lobend gesagt haben, sondernes versteckt sich vielmehr in diese Worte der geheime