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Wir wollen nicht untersuchen, welcher von denbeiden Dichtern den besten Lorbcr verdiente; genug,wir wissen, dass Beider Lorber von den edelstenThräncn benetzt worden. Nur sei es uns erlaubtanzudeuten, dass die Sprache im Becr'schcn „Paria",obgleich getränkt in Poesie, doch immer noch etwasThcatermäßiges an sich trägt und hie und da merkenlässt, dass der „Paria" mehr unter BerlinischenKoulisscnbäumcn als unter indischen Banianen auf-gewachsen, und in direkter Linie mit der guten„Klytämnestra" und den bessern „Bräuten von Ar-ragonien" verwandt ist.
Wir haben diese Ansichten über M. Bccr's frü-here Dichtungen voranschickcn müssen, um uns destokürzer und fasslicher über sein neuestes Trauerspiel,„Struensce", aussprechen zu können.
Zuvörderst bekennen wir, dass der Tadel, wo-mit wir noch eben den „Paria" nicht verschonenkonnten, nimmermehr den „Strnensec" treffen wird,dessen Sprache rein und klar dahin fließt, und alsein Muster guter Diktion gelten kann. Hier müssenwir die Segel des Lobes mit vollem Athcm an-schwellen, hier erscheint uns Michael Beer am mei-sten hervorragend ans dein Trosse unserer sogenann-ten Theaterdichter, jener Schwulstlingc, deren bild-rciche Jamben sich wie Blumenkränze oder wie Band-