Dort wird Tasso von Tirabo's Brüdern,drei heimtückischen Buben, überfallen, doch er wehrtsich brav, wird aber endlich gefangen genommen.Man hört den Jubel des Volks über Tasso's Sieg.Der Herzog erscheint, verwundet die Schwesterdurch neue Bitterkeiten, und verweist sie auf ihreZimmer. In folgendem Monolog zeigt er sich inseiner wahren Gestalt:
Sie geht — es sei! Verlier' ich ihre Gunst,Soll der Verlust die Andern mir gewinnen.Ich bin der Herrscher hier, der Herr des Hofs,Der Ehre Gaben spend' ich ans, versammleDer Künste Kreis großmüthig, Lust und GlanzVor ganz Italien meinem Haus zu geben;Von fernher zieht der Fürst und EdelmannUnd will der Frauen Schönheit hier bewundern,Wovon der Ruf in allen Ländern sprach;
Und ich allein, am eignen Hofe bin ichDer Letzte, unbemerkt lässt man mich gehn,Erwärmt sich an der Fürstenwürde Strahl,In meiner Größe Schatten ruht sich's gut,
Doch eines Irrlichts Glänzen schaut man nach,Und einem Echo hört man seufzend zu.
Das ist der Dichter, den ich hcrberufcn,Der müßig durch das rege Leben schlendert,