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Wcnn wir den epischen und den dramatischenDichter, jeden in seiner Wcrkstättc, belauschen undhier sein Verfahren beobachten, so ist uns Nichtsleichter, als die Lösung dieser Frage. Der Epikerträgt freilich im Geiste die lebendigste Anschauungseines Stoffes, aber er erzählt einfach, natürlich,sein Erzählen ist zwar meistens ein Nacheinander,aber auch oft ein Nebeneinander, und nicht seltenein Voreinander (Voraussagen der Katastrophe).Er schildert ruhig die Gegend, die Zeit, das Ko-stüm seiner Helden, er lässt sie zwar sprechen, aberer erzählt ihre Mienen und Bewegungen und zu-weilen gar schießt ein Blitzstrahl aus seinem eige-nen Gcmüthe, aus seiner Subjektivität, und beleuch-tet mit schnellem Lichte das Lokal und die Heldenseines Gedichtes. Dieses subjektive Aufblitzen, wovonunsere zwei besten epischen Gedichte, die Odysseeund die Nibelungen, nicht frei sind, und welchesvielleicht zum Charakter des Epos gehört, zeigtschon, dass das Talent des gänzlichen Heraus-trctens aus der Subjektivität beim Epos nicht inso hohem Grade erforderlich ist, als beim Drama.In dieser Dichtart muss jenes Talent vollkommensein. Aber Das ist noch lange nicht das Haupt-sächlichste. Das Drama setzt eine Bühne voraus,wo sich nicht Jemand hinstellt und das Gedicht