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Gaumen mit den Früchten desselben labte, sich weid-lich ergötzte an dem Gezwitscher der Vöglcin, dievon Zweig zu Zweig flatterten, aber endlich gegenAbend sich verdrießlich auf die Beine macht, undüber den Baum räsonniert und in sich murmelt:„Das war ein erbärmliches Lager, Das waren ja herbeHolzäpfel, Das war ein unausstehliches Spatzen-gepiepsc u. f. w." Indessen, das Recensicren hat dochauch sein Gutes. Es giebt Heuer so viele wunder-liche Bäume aus dem Parnass, dass es Roth thut,wie in botanischen Gärten Gebrauch ist, bei jedemein weißes Täfelchcn zu stellen, worauf der Wan-derer lesen kann: „Unter diesem Baume lässt sich's' angenehm ruhen, auf diesem wachsen trefflicheFrüchte,in diesem singen Nachtigallen"; — so wie-auch: „Aufdiesem Baume wachsen unreife, unerquickliche undgiftige Früchte, unter diesem Baume duftet sinnc-betäubender Weihrauch, unter diesem spuken desNachts alte Rittergeister, in diesem pfeift ein sau-berer Vogel, unter diesem Baume kann man gut— einschlafen."
Wir haben oben bemerkt, dass wir vorliegendeTragödie nach den Kunstvorschriften der Drama-turgie bcurtheilcn wollen. Doch, da in Betreff der-selben auch unsere größten Ästhetiker nicht mit ein-ander übereinstimmen, da es Anmaßung wäre, wenn