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bcn. Es kömmt darauf an, den Geist der Bolks-licdformcn zu erfassen, und mit der Kenntnis des-selben nach unserem Bedürfnis gemodelte, neue For-men zu bilden. Abgeschmackt klingen daher die Ti-tular-Volkslieder jener Herren, die den heutigstenStoff aus der gebildeten Gesellschaft mit einer Formumkleiden, die vielleicht ein ehrlicher Handwcrks-bnrsche vor zweihundert Jahren für den Erguss seinerGefühle passend gefunden. Der Buchstabe tödtet,doch der Geist macht lebendig. — Das zweite Buchenthält nur Sonette, wovon die erste Hälfte, „Tem-pel der Liebe" überschrieben, aus poetischen Apolo-gien befreundeter Geister besteht. Unter den Liebes-soncttcn halten wir am gelungensten XVI, XVIII,XX, XXI, XXII, XXXVI. Im „Tempel derFreundschaft" zeichnen wir aus die Sonette anStrauß, Arnim und Brentano, A. W. v. Schlegel,Hnndeshagcn, Smets, Krcuscr, Rückcrt, Blomberg,Löben, Jmmcrmann, Arndt und Heine. Unter diesenhat uns das Sonett an I. Krcuscr am meisten an-gesprochen. Das Sonett an E. M. Arndt findenwir löblich, weil der Verfasser nicht, wie so manchezahme Leute, aus bekannten Gründen sich scheut,von diesem chrcnwcrthen Manne öffentlich zu spre-chen. In diesem Sonette wollen wir den zweitenVers nicht verstehen; Babel liegt nicht an der Seine,