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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
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Gcdichtc gestalten. Dcsshalb hat jedes echte Gedichteine bestimmte Lokalfärbnng, und im subjektivenGcdichtc müssen wir das Lokal erkennen, wo derDichter lebt. Ans den vorliegenden Dichtungen hauchtuns der Geist der Rhcingcgcndcn an, und wir fin-den darin überall Spuren des dortigen Treibensund Schaffens, des dortigen Volköchnraktcrs mit allseiner Lebensfreude, Anmnth, Frcihcitslicbe, Beweg-lichkeit und unbcwusstcn Tiefe. In Hinsicht derKunststnfc halten wir das zweite der beiden Bücherfür vorzüglicher, als das erste, obschon dieses mehrAnsprechendes und Kräftiges enthält. In demersten Buche ist noch die Bewegung der Leidenschaftvorherrschend, eben weil in demselben das unruhigeStreben nach Geschichte sich ausspricht; im zweitendämmert schon eine epische Ruhe hervor, da bereitseiniger GcschichtSstoff vorhanden ist, der bestimmteUmrisse gewährt. Nun weiß aber Zeder undwer es nicht weiß, erfahre es hier dass die Lei-denschaft eben so gut Gcdichtc hervorbringt, als dercingebornc poetische Genius. Darum sieht man soviele deutsche Jünglinge, die sich für Dichter halten,weil ihre Jährende Leidenschaft, etwa das Hervor-brechen der Pubertät oder der Patriotismus oderder Wahnsinn selbst, einige erträgliche Verse erzeugt.Darum sind ferner manche Winkclüsthctikcr, die