Karoline Fouguv u. s. w. Nichts von der Poesieverstehen, weil sie nie oder höchst selten Verse ma-chen. Doch viele Leute, worunter Referent so halbund halb auch gehört, wollen diesen Grundsatz be-streiten. Sollte Herr Raßmann nicht auch zu diesenLeuten gehören? Warum aber diese engbrüstige Laune,bei einer poetischen Kunstausstellung — was doch derMuscn-Almauach eigentlich sein soll—gar keine Prosaeinzulassen? — Indessen, abgesehen von allem Zufäl-ligen und zur Form Gehörigen, muss Referent geste-hen, dass ihn der Inhalt des Büchleins recht freundlichund innig angesprochen hat, dass ihm bei manchemGedichte das Herz aufgegangen, und dass ihm beider Lektüre des „Rheinisch-westfälischen Muscn-Al-manachs" so wohlig, heimisch und behaglich zuMuthc war, als ob er sein Leibgericht äße, rohenwestfälischen Schinken nebst einem Glase Rheinwein.Durchaus soll hier nicht angedeutet sein, als ob dieim Almanach enthaltenen westfälischen Dichter mitwestfälischem Schinken, hingegen die ebenfalls darinenthaltenen rheinischen Dichter mit Rheinwein zuvergleichen wären. Referent kennt zu genau denkreuzbraven, echtwackern Sinn des Kcrnwestfalcn,um nicht zu wissen, dass er in keinem Zweige derLiteratur seinen Nachbaren nachzustehen braucht, ob-zwar er noch nicht darauf eingeübt ist, mit den
He ine's Werke. Bd. XIII.