mcnstranß so spät, nämlich im April 1821, zumVorschein gekommen. Lag die Schuld an den Blu-mcnlicfcrantcn, den Einsendern? oder am Strauß-binder, dem Herausgeber? oder an der Blumen-händlerin, der Bcrlagshandlung? Doch es ich jakein gewöhnlicher Almanach, kein poetisches Taschen-buch oder ähnliches Duodczbiichlcin, das als einniedliches Neujahrsgcschenk in die Sammet-Ridiknlsholder Damen geschmeidig hincingleitcn soll, oderbestimmt ist, mit der fcingcglättctcn Vigncttcnkapsclund dem hervorblitzenden Goldschnitt auf duftenderToilette neben der Pomadcnbnchsc zu prangen; nein— Herr Raßmann gicbt nnS einen Muscn-Alma-nach. In einem solchen darf nämlich gar keineProsa (und, wenn es thunlich ist, auch gar nichtsProsaisches) enthalten sein; aus dem einfachenGrunde: weil die Musen nie in Prosa sprechen.Dieser Satz, der durch historische Erinnerungen andie Musen-Almanachc von Boß, Ticck, Schlegeln. s. w. entstanden ist, hat des Referenten seligeGroßmutter einst veranlasst, zu behaupten, dass eseigentlich gar keine Poesie gicbt, wo keine Reimeklingen oder Hexameter springen. Nach diesemGrundsatz kann man dreist behaupten, dass vieleunserer berühmten, viele unserer sehr gelesenen Au-toren, wie z. B. Jean Paul, Hoffmann, Elanrcn,
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