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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
Entstehung
Seite
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Brust des Nicht-Polcn wird von Mitgefühl durch-drungen, wenn man sich die politischen Leiden auf-zählt, die in einer kleinen Zahl von Jahren diePolen betroffen. Viele unserer Journalisten schaffensich dieses Gefühl gemächlich vom Halse, Lindem sieleichthin aussprechen: „Die Polen haben sich durchihre Uneinigkeit ihr Schicksal selbst zugezogen, undsind also nicht zu bedauern." Das ist eine thörichtcBeschwichtigung. Kein Volk, als ein Ganzes gedacht,verschuldet Etwas; sein Treiben entspringt einerinncrn Nothwcndigkcit, und seine Schicksale sindstets Resultate derselben. Dem Forscher offenbartsich der erhabenere Gedanke: dass die Geschichte(Natur, Gott, Vorsehung u. s. w.), wie mit ein-zelnen Menschen, auch mit ganzen Völkern eigenegroße Zwecke beabsichtigt, und dass manche Völkerleiden müssen, damit das Ganze erhalten werde undblühender fortschreite. Die Polen, ein slavischcsGrenzvolk an der Pforte der germanischen Welt,scheinen durch ihre Lage schon ganz besonders dazubestimmt, gewisse Zwecke in den Wcltbegebenhcitcnzu erfüllen. Ihr moralischer Kampf gegen den Un-tergang ihrer Nationalität rief stets Erscheinungenhervor, die dem ganzen Volke einen andern Cha-rakter aufdrücken, und auch ans den Charakter derNachbarvölker einwirken müssen. — Der Charakter