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Charakter ansmittcln. Die Erziehung selbst wirdüberall und immer bedingt durch das Lokale unddurch das Temporale, durch den Boden und durchdie politische Geschichte. In Polen ist Crstercs weitmehr der Fall, als irgendwo. Polen liegt zwischenRussland und — Frankreich. Das noch vor Frank-reich liegende Deutschland will ich nicht rechnen, daein großer Thcil der Polen es ungerechter Weisewie einen breiten Sumpf ansah, den man schnellüberspringen müsse, um nach dem gcbencdeitcn Landezu gelangen, wo die Sitten und die Pomaden amfeinsten fabricicrt werden. Den heterogensten Ein-flüssen war Polen dadurch ausgesetzt. EindringendeBarbarei von Osten durch die feindlichen Berüh-rungen mit Rnssland; eindringende Übcrknltnr vonWesten durch die freundschaftlichen Berührungen mitFrankreich — daher jene seltsamen Mischungen vonKultur und Barbarei im Charakter und im häus-lichen Leben der Polen. Ich sage just nicht, dassalle Barbarei von Osten eingedrungen, ein sehr be-trächtlicher Thcil mag im Lande selbst vorräthig ge-wesen sein; aber in der neueren Zeit war diesesEindrängen sehr sichtbar. Einen Hauptcinfluss übtdas Landleben ans den Charakter der polnischenEdclleutc. Nur wenige derselben werden in denStädten erzogen; die meisten Knaben bleiben aus