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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
Entstehung
Seite
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Doch findet man beim größern Thcilc der hiesigenOfficicrc, besonders bei den jüngcru, eine Beschei-denheit und Anspruchslosigkeit, die man um somehr bewundern muss, da, wie gesagt, der Mili-tärstand der angesehenste in Berlin ist. Freilich,der ehemalige schroffe Kastengeist desselben wurdeschon dadurch sehr gemildert, dass jeder Preußewenigstens ein Jahr Soldat sein mnss, und vomSohn des Königs bis zum Sohn des SchuhflickersKeiner davon verschont bleibt. Letzteres ist gewisssehr lästig und drückend, doch in mancher Hinsichtauch sehr heilsam. Unsere Jugend ist dadurch ge-schützt vor der Gefahr der Verweichlichung. Inmanchen Staaten hört man weniger klagen überdas Drückende des Militärdienstes, weil man dortalle Last desselben ans den armen Landmann wirft,während der Adlige, der Gelehrte, der Reiche und,wie z. B. in Holstein der Fall ist, sogar jeder Be-wohner einer Stadt von allem Militärdienste be-freit ist. Wie würden alle Klagen über letztem beiuns verstummen, wenn unsere lautmauligcn Spieß-bürger, unsere politisierenden Ladenschwengel, un-sere genialen Ansknltatoren, Bnrcauschreibcr, Poetenund Pflastertreter vom Dienste befreit würden.Sehen Sie dort, wie der Bauer excrcicrt? Erschultert, präsentiert und schweigt.