Betrachten Sie lieber gleich rechts neben dem Domdie vielbcwcgte Mcnschenmassc, die sich in einemviereckigen, ciscnumgittcrtcn Platz herumtreibt. Dasist die Börse. Dort schachern die Bekenner desalten und des neuen Testaments. Wir wollen ihnennicht zu nahe kommen. O Gott, welche Gesichter!Habsucht in jeder Muskel. Wenn sie die Mänlcröffnen, glaub'ich mich angeschrieen: „Gicb mir alldein Geld!" Mögen schon Viel zusammengescharrthaben. Die Reichsten sind gewiss Die, auf derenfahlen Gesichtern die Unzufriedenheit und der Miss-muth am tiefsten eingeprägt liegt. Wie viel glück-licher ist doch mancher arme Teufel, der nicht weiß,ob ein LouiSd'or rund oder eckig ist. Mit Rechtist hier der Kaufmann wenig geachtet. Desto mehrsind es die Herren dort mit den großen Fedcrhütenund den roth ausgcschlagcnen Röcken. Denn derLustgarten ist auch der Platz, wo täglich die Paroleausgegeben und die Wachtparade gemustert wird.Ich bin zwar kein sonderlicher Freund vom Mili-tärwcsen, doch muss ich gestehen, cö ist mir immerein freudiger Anblick, wenn ich im Lustgarten diepreußischen Officicre zusammenstehen sehe. Schöne,kräftige, rüstige, lebenslustige Menschen. Zwar hierund da sieht man ein aufgeblasenes, dummstolzesAristokratengesicht aus der Menge hcrvorglotzcn.
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