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Viele aber, die bemerkt haben, welchen unge-heuren Einfluss das Christcnthum, und in dessenFolge das Rittcrthum, auf die romantische Poesieausgeübt haben, vermeinen nun Beides in ihreDichtungen einmischen zu müssen, um denselbenden Charakter der Romantik aufzudrücken. Dochglaube ich, Christcnthum und Ritterthum warennur Mittel, um der Romantik Eingang zu ver-schaffen; die Flamme derselben leuchtet schon längstauf dem Altar unserer Poesie; kein Priester brauchtnoch geweihtes Öl hinzuzugießen, und kein Ritterbraucht mehr bei ihr die Waffenwacht zu halten.Deutschland ist jetzt frei; kein Pfaffe vermag mehrdie deutschen Geister einzukerkern; kein adeligerHcrrschcrliug vermag mehr die deutschen Leiber zurFrohn zu peitschen, und dcsshalb soll auch diedeutsche Muse wieder ein freies, blühendes, un-affckticrtes, ehrlich deutsches Mädchen sein, undkein schmachtendes Nönnchen und kein ahnenstolzcsRitterfräulein.
Möchten doch Viele diese Ansicht theilcn! danngäbe es bald keinen Streit mehr zwischen Roman-tikern und Plastikern. Doch mancher Lorber musswelken, ehe wieder das Ölblatt auf unserem Par-nassus hervorgrünt.
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