— 277 —
32.
Die Weber. ^
Im düstern Auge keine Thräne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne,'„Deutschland, wir weben dein Leichentuch,Wir weben hinein den dreifachen Fluch —Wir weben, wir weben!
„Ein Fluch dem Götzen/ zu dem wir gebetenIn Winterskältc und Hungersnöthen;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt —Wir weben, wir weben!
„Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,Den unser Elend nicht konnte erweichen,
Der den letzten Groschen von uns erprcsst,
Und uns wie Hnnde erschießen lässt —
Wir weben, wir weben!
„Ein Fluch dem falschen Naterlande,
Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
Wo jede Blume früh geknickt,
Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt —Wir weben, wir weben!