— 229 —
Schwelgend in des Bodens Segen,
Lind umspielt vom Sonnenschein.
Doch die allerschönste BlnmcBlühet unsren Beeten nie,^
Sie, die einst im AlterthnmeSelbst ans starrem Fels gedieht
Die ans kalter BergesfesteMänner mit der EiscnhandPflegten als der Blnmen beste —Gastlichkeit wird sie genannt.
0»
Müder Wandrer, steige nimmerNach der hohen Bnrg hinan;
Statt der gastlich warmen Zimmer,
Kalte Wände dich empfahn.
Bon dem Wartthurm bläst kein Wächter,Keine Fallbrück' rollt herab;
Denn der Burgherr und der WächterSchlummern längst im kühlen Grab.
In den dunkeln Särgen ruhenAuch die Frauen minnehold;
Wahrlich hegen solche TruhenReichern Schatz denn Perl' und Gold.
Heimlich schauern da die LüfteWie von Minnesängerhauch;
Denn in diese heil'gen GrüfteStieg die fromme Minne auch.