Druckschrift 
17 (1863) Dichtungen : Th. 3, Atta Troll. Deutschland. Zeitgedichte
Entstehung
Seite
215
Einzelbild herunterladen
 

— 215 —

Die Zukunft deines Vaterlands —

Doch ach! du kannst nicht schweigen!"

Mein Gott, o Göttin! — rief ich entzücktDas wäre mein größtes Vergnügen,

Lass mich das künftige Deutschland sehn —Ich bin ein Mann und verschwiegen.

Ich will dir schwören jeden Eid,

Den du nur magst begehren,

Mein Schweigen zu verbürgen dir —^Sag an, wie soll ich schwören?

Doch Jene erwiedcrte: „Schwöre mirIn Vater Abraham's Weise,

Wie er Eliescrn schwören ließ,

Als Dieser sich gab ans die Reise.

„Heb auf das Gewand und lege die HandHier unten an meine Hüften,

Und schwöre mir VerschwiegenheitIn Reden und in Schriften!"

Ein feierlicher Moment! Ich warWie angeweht vom HaucheDer Vorzeit, als ich schwur den Eid,

Nach uraltem Erzväterbranche/

Ich hob das Gewand der Göttin ans,Und legte an ihre HüftenDie Hand, gelobend VerschwiegenheitIn Reden und in Schriften.