— 210 —
Ich musstc Athcm schöpfen hierIn Deutschland, um nicht zu ersticken.
Ich sehnte mich nach Torfgcruch,
Nach deutschem Tabacksdampfe;
Es bebte mein Fuß vor Ungeduld,
Dass er deutschen Boden stampfe.
Ich seufzte des Nachts, und sehnte mich,Dass ich sie wiedersähe,
Die alte Frau, die am Dammthor wohnt;Das Lottchen wohnt in der Nähe.
Auch jenem edlen alten Herrn,Der immer mich ausgescholtenUnd immer großmiithig beschützt, auch ihmHat mancher Seufzer gegolten.'
Ich wollte wieder aus seinem MundVernehmen den „dummen Zungen!"Das hat mir immer wie MusikIm Herzen nachgeklungen.
Ich sehnte mich nach dem blauen Nauch,Der aufsteigt aus deutschen Schornsteinen,Nach uiedersächsischcn Nachtigall'u,
Nach stillen Buchenhaincn.
Ich sehnte mich nach den Plätzen sogar,Nach jenen Leidcnsstationen,
Wo ich geschleppt das JugcndkreuzUnd meine Dornenkronen.
"Gar mancher Seufzer gegolten ;
Ich dachte mit wahrer Wollust daran,
Wie oft er mich ausgejcholten.