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17 (1863) Dichtungen : Th. 3, Atta Troll. Deutschland. Zeitgedichte
Entstehung
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und zimperlich spröde Ohren habe ich vielleicht ver-letzt. Es ist mir leid, aber ich tröste mich mitdem Bcwusstsein, dass größere Autoren sich ähnlicheVergehen zu Schuldcu kommen ließen. Des Ari-stophancs will ich zu solcher Beschönigung gar nichterwähnen, denn Der war ein blinder Heide, undsein Publikum zu Athen hatte zwar eine klassischeErziehung genossen, wusstc aber wenig von Sitt-lichkeit. Ans Cervantes und Molierc konnte ichmich schon viel besser berufen; und Erstcrer schriebfür den hohen Adel beider Kastilien, Letzterer fürden großen König und den großen Hof in Versailles!Ach, ich vergesse, dass wir in einer sehr bürgerlichenZeit leben, und ich sehe leider voraus, dass vieleTöchter gebildeter Stände an der Spree, wo nichtgar an der Alster, über mein armes Gedicht diemehr oder minder gebogenen Näschcn rümpfen werden!Was ich aber mit noch größerem Leidwesen voraus-sehe, Das ist das Zctcr jener Pharisäer der Natio-nalität, die jetzt mit den Antipathien der RegierungenHand in Hand gehen, auch die volle Liebe undHochachtung der Ccnsur genießen und in der Tagcs-prcssc den Ton angeben können, wo es gilt, jeneGegner zu befehden, die auch zugleich die Gegucrihrer allerhöchsten Herrschaften sind. Wir sind imHerzen gewappnet gegen das Missfallcn dieser Helden-