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10 (1862) Französische Zustände : Th. 3, Die parlamentarische Periode des Bürgertums. Hälfte 2
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erregen, nnd da Dieser das höchste Lob verdiente,konnte es ihm auch in reichem Maße gezollt werden.Aber wäre auch Daunou keineswegs ein so rüh-menswerther Mensch gewesen, hätte er gar zu jenencharakterlosen Fröschen gehört, deren so mancher im

digt worden, besteht größtenteils aus mehr oder minderjungen Damen, die sich oft stundenlang vorher dorthin be-geben, um die besten Plätze zu bekommen, wo man denLserötairs xoigzstnel eben so gut sehen, wie hören kann.Die Mehrzahl seiner Kollegen sind Männer, deren Äußeresminder begünstigt, wo nicht gar sehr unangenehm vernach-lässigt von der Mutter Natur. Ich kaun nicht ohne Lachenan die Äußerung denken, womit eine junge Person, die letzt-hin in der Akademie neben mir saß, auf einige Mitgliederder ehrwürdigen Körperschaft hinwies. Sie sagte: „DieseHerren müssen sehr gelehrt sein, denn sie sind sehr hässlich."Eine solche Schlustfolge mag im Publikum nicht selten vor-kommen, und sie ist vielleicht der Schlüssel mancher gelehr-ten Reputation. — In derselben Sitzung, wo Mignet überDannou sprach, hielt auch Herr Portalks eine große Rede.Himmel, welcher Redner! Er mahnte mich an Dcmosthenes.Ich erinnerte mich nämlich, dass Demosthenes in seiner Ju-gend, um seine spröden Sprachwerkzeuge zu überwinden, sichim Sprechen übte, während er mehrere Kieselsteine im Mundehielt. Herr Portalis sprach, als hätte er das ganze Maulvoll Kieselsteine, und weder ich, noch irgend Jemand desAuditoriums konnte von seiner Rede das Mindeste verstehen."

Der Herausgeber.