Druckschrift 
2 (1911)
Entstehung
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I.

Her heilige Zllbericli.

(„Die Heimat", 1877, Nr, 4,)

Mas schaut herab vom Hitgel ins öde Land hinaus?Es sind der Mönche Zellen mit ihrem Gotteshans,

Äls einst sie im Gebete versammelt ans dem Thor,Ertönen laute Schläge an ihres Masters Tor,

Der Pförtner eilt zum Tore ans Gitterfensterlein,Zu sehen, wer da klopfe bei Nacht im Mondenschein.

Sm Panzer und im Helme hielt da ein Reitersmann;Den Pförtner voll Erstannen sprach er bescheiden an:

„Ich bin ein freier Ritter, den Namen nicht begehr',Und möchte gern entsagen der Welt und ihrer Ehr',

Geblendet an den Äugen, aus fern entlegenem Landhat mich hierhin geleitet die güt'ge Gotteshand."

Und auf des Äbts Geheiße sich öffnet ihn? das Tor,Äls Bruder ihn begrüßet darauf der Mönche Thor.

Wie Joseph einst unschuldig viel litt bei Pntiphar,Sm Uerker selbst gelegen so manches lange Jahr,

So mußte er auch leiden getreu der Ehr' und Pflicht:Ein Pntiphar ließ blenden ihm seiner Äugen Licht,

Nachdem er ganz geduldig gelitten Spott und Schmach,Da kam nach langen Jahren die Unschuld an den Tag.

Mas ihm der Äbt gebietet, er tut es immer gern,Er dient sogar den Brüdern, vor allen? Gott den? Herrn.

Und vor Marias Bilde ii? jeder Mitternachthat er in stiller Mause gebetet und gewacht.

So oft das Betgclänte der hora's zu ihn? scholl,hin sank er in die Mnee der hohen Ändacht voll.

Er lehrte die Novizen, gab'ihnen guten Rat

Und diente seinen Lehren als Beispiel durch die Tat,

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