Deutschland.
Der Pvstillon stößt in sein Hvrn,Ich kenne das alte Getnte —
„ES reiten drei Reiter zum Thor hinaus!"Es wird mir so däinmrig zu Mitte.
Mich schläferte und ich entschlief,lind siehe! mir träumte am Ende,
Daß ich mich in dem WuudcrbcrgBeim Kaiser Rotbart befände.
Er saß nicht mehr auf steinernem StuhlAm steinernen Tisch, wie ein Steinbild;Auch sah er nicht so ehrwürdig ans,Wie man sich gewöhnlich cinbild't.
Er watschelte durch die Säle herumMit mir im trauten Geschwätze.
Er zeigte wie ein AntiquarMir seine Kuriosa und Schätze.
Im Saale der Waffen erklärte er mir,Wie mau sich der Kolben bediene,Von einigen Schwertern rieb er den RostMit seinem Hermeline.
Er nahm ein Pfnuenwedcl zur Hand,lind reinigte vom StaubeGar manchen Harnisch, gar manchen Helm,Auch manche Pickelhaube.
Die Fahne stäubte er gleichfalls ab,Und er sprach: „Mein größter Stolz ist,Daß noch keine Motte die Seide zerfraßUnd auch kein Wurm im Holz ist."
Und als wir kamen in den Saal,Wo schlafend am Boden liegenViel tausend Krieger, kampfbereit,
Der Alte sprach mit Vergnügen:
„Hier müssen wir leiser reden und geh»,Damit wir nicht wecken die Leute;
Wieder verflossen sind hundert Jahr',Und Löhnuugstag ist heute."
Und siehe! der Kaiser nahte sich sachtDen schlafenden Soldaten,
Und steckte heimlich in die Tasch'
Jedwedem einen Dukaten.