Deutschland.
Ein Sptttherbstmorgen, feucht und grau,Im Schlamme keuchte der Wagen;
Doch trotz des schlechten Wetters und WegSDurchströmte mich süßes Behagen.
Das ist ja meine Heimatluft!
Die glühende Wange empfand es,
Und dieser Landstraßenkot, er istDer Dreck meines Vaterlandes!
Die Pferde wedelten mit dem SchwanzSo traulich wie alte Bekannte,lind ihre Mistküglein dankten mir schönWie die Apfel der Atalante!
Wir fuhren durch Miihlheim. Die Stadt ist nett,Die Menschen still und fleißig.
War dort zuletzt im Monat MaiDes Jahres einnnddreißig.
Damals stand alles im BlütcnschmuckUnd die Sonnenlichter lachten,
Die Vögel sangen sehnsuchtvoll,
Und die Menschen hofften und dachten —
Sie dachten: „Die magere RitterschaftWird bald von hinnen reisen,
Und der Abschiedstrunk wird ihnen kredenztAus langen Flaschen von Eisen!
„Und die Freiheit kommt mit Spiel und Tanz,Mit der Fahne, der weiß-blau-roten;
Vielleicht holt sie sogar aus dem GrabDen Bonaparte, den Toten!"
Ach Gott! die Ritter sind immer noch hier,Und manche dieser Gäuche,
Die spindeldürre gekommen ins Land,
Die haben jetzt dicke Bäuche.
Die blassen Canaillen, die auSgcsehnWie Liebe, Glanben und Hoffen,
Sie haben seitdem in unserm WeinSich rote Nasen gesoffen
Und die Freiheit hat sich den Fuß verrenkt,Kann nicht mehr springen und stürmen;Die Trikolore in ParisSchaut traurig herab von den Türmen.